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    Riedenberg

    50 Jahre Kinderdorf Riedenberg - ein großes Fest

    Mehrere hundert Gäste waren nach dem Festgottesdienst in der St. Martin Kirche , der von Domkapitular Thomas Keßler zelebriert wurde, mit Blasmusik durchs Dorf gezogen und abschließend den steilen Berg zum Kinderdorf hoch marschiert. Zahlreiche Festredner und Kinder des Kinderdorfes gestalteten dort einen feierlich-fröhlichen Festakt zum 50-jährigen Bestehen.

    So konnte Domkapitular Clemens Bieber, als Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg , allen voran Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßen. Diese sprach einerseits für den Freistaat Bayern, andererseits auch in ganz persönlicher Mission. Schließlich zählte sie selbst für ein Jahr lang einmal zum leitenden Personal des Kinderdorfes und hatte so einen direkten Bezug zu der Einrichtung. "Kinder sind unser höchstes Gut" , betonte Sie. "Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf", zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort. "Und ein solches Dorf, mit fachlich und menschlich versierten Therapeuten und Pädagogen, haben Kinder , die nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen, seit 50 Jahren hier gefunden".

    Wohin der Weg eines Kindes führt, sei abhängig von den Chancen, die es hat, sagte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel . Die besten Chancen seien hier in dieser , für die ganze Region bedeutenden Einrichtung, gegeben. Auch der Stellvertretende Landrat Erwin Müller war voll des Lobes für die Einrichtung.



    Riedenbergs Bürgermeister, Roland Römmelt , ging in seiner Rede auf die Verbindungen zwischen Kinderdorf und Riedenberg ein. Viele Freundschaften seien in diesen 50 Jahren entstanden, sie würden zum Teil bis heute noch gepflegt. Viele ehemalige Kinder hätten im Ort oder der Umgebung ihre Heimat gefunden und eigene Familien gegründet. Auch sei die Einrichtung ein wichtiger Arbeitgeber für Riedenberg .

    Für Unterhaltung und Auflockerung sorgten die Kinder mit Tanz-, Zirkus - und Theateraufführungen.
    Neben zahlreichen Gästen aus Riedenberg und der Umgebung waren auch viele ehemalige Kinder gekommen und feierten diesen großen Tag mit. Viele , die sich lange nicht gesehen hatten, trafen sich an diesem Tag wieder und schwelgten in alten Erinnerungen.

    Einst waren sie verstört , teilweise traumatisiert und körperlich wie seelisch verletzt hier angekommen. Oft mussten sie einfachste Regeln erst lernen und Grenzen akzeptieren , bis sie schließlich ein Gefühl dafür entwickeln konnten, was es bedeutet, ein Zuhause zu haben, sowie im Ort und in den Vereinen integriert waren.

    Der Tenor vieler Heimkinder ist, wie Michael Kast, der selbst zwölfJahre lang ein "Heimkind" war , in der Festschrift zum Jubiläum schrieb: " Die Zeit, die wir im Kinderdorf verbracht haben, war die schönste Zeit in unserem bisherigen Leben."
    So ist es doch oft gelungen in diesen 50 Jahren , getreu dem Motto des Festes "Hand in Hand für deine Zukunft" , vielen Kindern überhaupt ein Zukunft gegeben zu haben. Evelyn Schneider

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