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    Riedenberg

    50 Jahre Musikverein in Riedenberg wird gefeiert

    Nicht nur konzentrierte Darbietungen gehören bei den Riedenberger Musikanten dazu, auch der Spaß kommt  nicht zu kurz. Evelyn Schneider
    Nicht nur konzentrierte Darbietungen gehören bei den Riedenberger Musikanten dazu, auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Evelyn Schneider

    "Weil Musikant sein Spaß macht" - unter dieses Motto haben die Riedenberger Musikanten alle Veranstaltungen in ihrem Jubiläumsjahr gestellt. Anlass ist der 50 . Geburtstag des Vereins. An diesem Samstag, 4. Mai, geht es los, und zwar um 19 Uhr in der Turnhalle des Kinderdorfes Riedenberg.

    Im Herbst 1968 beschlossen die aktiven Musiker der Blaskapelle Riedenberg die Gründung eines Musikvereins. Musiziert wurde nachweislich aber schon seit 1769 . Vorwiegend zu kirchlichen Anlässen spielten um 1833 zwölf Musikanten, darunter erstaunlicherweise auch eine Frau. Etwa seit 1871 leitete Anton Römmelt die Blaskapelle bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. Nach Kriegsende musste die Kapelle neu aufgebaut werden. Diese Aufgabe übernahm für die nächsten 50 Jahre Ambros Schaab. 1962 wurde Ludwig Belz Dirigent.

    Schließlich war am 19. März 1969 , dem Josefstag , die Geburtsstunde des Vereins mit dem Ziel, die Jugendarbeit verstärkt zu betreiben. Friedrich Schumm übernahm den Vorsitz, und man beschloss, der Kapelle den Namen "Rhöner Trachtenkapelle Riedenberg" zu geben. Es wurde eine Rhöner Tracht gewählt, die zusammen mit dem Kreisheimatpfleger entwickelt wurde.

    Bereits im September 1969 wurde der Jugendspielmannszug gegründet, der zu einer Erfolgsgeschichte wurde. Mit 77 Kindern begann der Aufstieg des Spielmannszuges, der 1981 mit dem Erreichen des Bayerischen Meistertitels seinen Höhepunkt fand. Jakob Euba führte die damals 52 Spielleute mit militärischer Exaktheit zu diesem Erfolg. Vor- und nachher erspielten sich die Jugendlichen bei unzähligen Wertungsspielen immer einen 1. Rang mit Auszeichnung , was die höchste Bewertung bedeutet. Leider machte die allgemeine Entwicklung auch vor Riedenberg nicht halt, und der Spielmannszug wurde schließlich aufgelöst.

    Die Blaskapelle wurde Ende der Siebziger Jahre um eine Big Band Formation ergänzt, aus deren Repertoire noch heute gespielt wird.

    Dass es in diesen 50 Jahren nur zwei erste Vorsitzende (Friedrich Schumm und Norbert Schneider) gab, ist einzigartig und zeugt von einem bis heute harmonischen Miteinander. Auch die Anzahl der Dirigenten blieb mit Ludwig Belz, Erhard Schumm, Manfred Schneider und Andreas Schumm überschaubar.

    Jedes Jahr ein Mammutprojekt, das aber bis weit ins Umland für Begeisterung sorgt, sind die Büttenabende, die der Verein zusammen mit zahlreichen Mitwirkenden aus der Riedenberger Bevölkerung aufführt. Ein kleiner Auszug daraus erwartet alle Besucher des Jubiläumsabends, der am Samstag, 4. Mai, stattfindet. Musikalisch werden sowohl die alten historischen Noten aus dem 19. Jahrhundert gespielt , Big Band Sounds und aktuelle Unterhaltungs-und Konzertliteratur. Dazu gibt es einen kleinen Revival-Spielmannszug. Eine Bildpräsentation lässt die Zuschauer in alten Zeiten schwelgen.

    Veranstaltungsinfos zu den Feierlichkeiten

    Jubiläumsabend am Samstag, 4. Mai , um 19 Uhr in der Turnhalle des Kinderdorfes Riedenberg (Shuttle-Bus fährt zu Kinderdorf).

    Großes Festwochenende, am Berghaus, Freitag , 31.Mai, ab 20 Uhr mit Sinntal-Sound, Samstag, 1. Juni, ab 18 Uhr Bieranstich und Unterhaltungsabend mit der Blaskapelle Scholz Geroda, Sonntag, 2. Juni, um 10 Uhr Bergmesse am Bergsee, anschließend musikalische Unterhaltung im und am Festzelt. Für die Kleinen gibt es das Kunterbunte Kinderzelt. Um 17 Uhr findet das 2. Blasmusik-Festival statt. Montag , 3. Juni: Nachmittags spielt das Seniorenblasorchester des Nordbayerischen Musikbundes. Ab 18 Uhr Kesselfleischessen mit der Blaskapelle Oberbach.

    Evelyn Schneider

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