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    Bad Kissingen

    Auch eine Pleite für die Stadt

    Dass sie so schnell Recht bekommen würden, haben wahrscheinlich selbst die Skeptiker nicht gedacht. Zwei Jahre nach dem Kauf der Eissporthalle von der Stadt steht die Eissport Bad Kissingen GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Das macht deutlich, auf welch dünnem Eis sich das Rathaus bewegte, als es im Sommer 2017 berichtete, der Käufer sichere den Weiterbetrieb mit öffentlichen Laufzeiten und Vereinsnutzung für die nächsten 20 Jahre zu.

    Wundern darf man sich im Rathaus nicht, wenn Kritiker des Verkaufs sich jetzt bestätigt fühlen. Denn im übertragenen Sinne ist die vorläufige Insolvenzverwaltung für die Eissport Bad Kissingen GmbH schon auch eine Pleite für die Stadt. Einerseits will die Kommune Bedeutung und Strahlkraft in der Region beweisen und zusammen mit Bad Neustadt Oberzentrum sein. Andererseits stößt sie defizitäre Einrichtungen wie die Eissporthalle ohne die nötige Nachhaltigkeit ab, obwohl sie das Angebot für die eigene Bevölkerung und die der Region reicher machen.

    Bad Kissingen sollte alles tun, um zu vermeiden, dass wegen der Insolvenz der Eissport Bad Kissingen GmbH auch noch das Totenglöckchen für den Eishockeysport und das Eislaufen überhaupt in der Stadt läutet. Vielleicht kann ja die Stadt oder eines ihrer Tochterunternehmen das Objekt günstig kaufen. Wer weiß, am Ende bleibt so nach Abzug der Verfahrenskosten sogar noch etwas für die Forderungen der Stadtwerke als Gläubiger übrig.

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