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    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Anteil der Emotionen am OB-Wahlkampf wächst

    Der Kommunalwahlkampf in Bad Kissingen nimmt Fahrt auf, auch emotional. Festzumachen ist das aktuell an einer Auseinandersetzung um Äußerungen von CSU-OB-Kandidat Gerhard Schneider bei einem Wahlkampftermin mit Finanzminister Albert Füracker (CSU). 

    Der frühere SPD-Fraktionssprecher im Stadtrat, Norbert Paulus, hat darauf mit einem ebenfalls recht wahlkämpferischen Brief reagiert. Kernthema ist die besondere Rolle Schneiders, der seit Jahren an verantwortlicher Stelle im Rathaus wirkt und sich nun bei der politischen Positionierung im OB-Wahlkampf punktuell davon absetzt.

    Wenn Schneider Versäumnisse etwa beim Straßenunterhalt anmahne, sei das auch darauf zurückzuführen, dass in seiner Zeit als Kämmerer, die nötigen Mittel aus dem Haushalt gestrichen worden seien. Paulus fällt auch Schneiders Vorhaben auf, Straßenausbesserungsarbeiten wieder von städtischem Personal vornehmen zu lassen. Die SPD habe in diesem Zusammenhang regelmäßig die "Überprüfung der Fremdvergabepraxis" von Arbeiten gefordert. 

    Als er (Paulus) noch Stadtrat gewesen sei, hält Paulus Schneider vor, habe der als Kämmerer "immer wieder zur Sparsamkeit und zum Maßhalten gemahnt". Es müsse auch "schmerzliche Einschnitte geben", habe es damals geheißen. Er habe als Stadtrat damals "das Lied der Kämmerei mitgesungen" und den Bürgern die Notwendigkeit zum Sparen vermitteln wollen. Jetzt frage er sich aber, ob im Rathaus plötzlich ein Geldkoffer entdeckt worden sei.

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