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    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Eine Auszeit nehmen am Salinenblick

    Sinneszeit-Chefin Patricia Purkert entwarf mit dem Team ein Konzept für die Garten-Lounge. Sie erklärt, warum der neue Betreiber die richtige Einstellung mitbringen muss.
    Ab Mai will Geschäftsführerin Patricia Purkert die Garten-Lounge am Seminar-, Event- und Gesundheitszentrum Sinneszeit mit einem neuen Konzept eröffnen.
    Ab Mai will Geschäftsführerin Patricia Purkert die Garten-Lounge am Seminar-, Event- und Gesundheitszentrum Sinneszeit mit einem neuen Konzept eröffnen. Foto: Archiv Isolde Krapf

    Im Gartencafé Auszeit am Salinenblick herrschte im vergangenen Sommer recht großer Andrang. Die Betreiber Jan und Jasmin Tempelhof (Unterebersbach) hatten sich mit einem eigenen Konzept sehr viel Mühe gegeben. Doch letztendlich sind beide hauptberuflich tätig und hätten erkannt, dass sie den Betrieb der Ausflugsstätte nicht nebenbei stemmen können, sagt Patricia Purkert, Inhaberin des ganzheitlichen Seminar-, Event- und Gesundheitszentrums Sinneszeit, das im Frühjahr 2019 seine Pforten öffnete.

    Ab Mai soll in der Garten-Lounge Auszeit jedoch wieder Leben herrschen, allerdings mit einem neuen Konzept, sagt Purkert. Aktuell sei man auf der Suche nach dem idealen Betreiber - nach jemandem, der sich mit dem Lebensstil der Sinneszeit identifizieren kann, sagt Purkert. "Jemand, der eigenverantwortlich tätig ist und so denkt und handelt wie wir."

    Gesundheitsbewusstes Konzept

    Die Teilnehmer an den Kursen des ganzheitlichen Gesundheitszentrums sollen künftig mehr von der Garten-Lounge profitieren als dies 2019 der Fall war, denn da war das Café nur an vier Tagen in der Woche von 10 bis 18 Uhr geöffnet. "Unsere Teilnehmer wollen an allen Tagen und vor allem am Abend mal dort sitzen", sagt Purkert.

    Ein neues, gesundheitsbewusstes Konzept soll dazu beitragen, dass sich auch künftig zahlreiche Gäste am Salinenblick einfinden. Auf der Speisekarte werden dann allerdings keine Fleisch- und Wurstgerichte mehr zu finden sein, sagt die Betreiberin der Sinneszeit. Alkoholische Getränke würden künftig ebenfalls gestrichen. "Unsere Küche soll vegetarisch, vegan und regional sein."

    Seminargäste rundum versorgen

    In der Garten-Lounge, die rein optisch ein bisschen Stadtstrand-Flair vermitteln soll, werden dann, laut Purkert, nicht nur externe Gäste einkehren. Auch die Seminargäste der Sinneszeit können dort Frühstück und Mittagessen einnehmen und sich rundum versorgt fühlen. Die Kooperation bezüglich des Speisen-Angebots sei bereits mit dem Bad Kissinger Ladencafé "So leb' ich" vereinbart. "Wir wollen, dass sich unser Konzept auch herumspricht und die Gäste deswegen hierherkommen", sagt Purkert.

    Das Geld, das zu Beginn in die Einrichtung der Garten-Lounge investiert werden muss, wollen Purkert und ihr Team durch öffentliche Events erwirtschaften. Zum Beispiel bei der sogenannten Fake-Hochzeit, die für den 4. April 2020 (16 bis 22 Uhr) in der Sinneszeit geplant ist. Das heißt, an diesem Tag wird durchgespielt, wie eine Hochzeit abläuft, mit allem Drum und Dran, sagt Purkert.

    Wer will zur Fake-Hochzeit?

    Damit meint sie die Programmgestaltung, den Speiseplan (auch mit Fleischgerichten), die Brautmodenausstattung, den Blumenschmuck und die Fotos. Es wird mehrere Promotion-Stände geben. Caterer Marcus Beran (Obererthal) wird dabei die gesamte Hochzeitsplanung übernehmen. An dem Event kann jeder, der sich Anregungen für die eigene Hochzeit holen will oder sich aus einem anderen Grund für Hochzeiten interessiert, nach Anmeldung teilnehmen, sagt die Sinneszeit-Chefin.

    Kanga-Training in der Sinneszeit. Im Bild (vorn) Patricia Purkert (links) und Meike Seltmann.
    Kanga-Training in der Sinneszeit. Im Bild (vorn) Patricia Purkert (links) und Meike Seltmann. Foto: Archiv Benedikt Borst

    Der Seminarbetrieb in der Sinneszeit habe sich im Lauf des vergangenen Jahres sehr gut angelassen, sagt Purkert. Wenn es nach dem Willen der Geschäftsführerin geht, soll das Seminar-, Event- und Gesundheitszentrum jedoch langfristig auf gesunde Füße gestellt werden. Dazu möchte sie eine gemeinwohlorientierte Stiftung gründen, denn ihrer Auffassung nach sollten auch sozial Schwache die Möglichkeit haben, sich an einem Rückzugsort seelische Unterstützung zu holen.

    Den Kaufpreis erlösen

    Auf diese Stiftung hofft Purkert letztendlich auch, was den Erwerb des Anwesens in der Au angeht. Denn derzeit gehört das Areal samt Gebäuden noch der Eigentümervereinigung Transparek (Bischofsheim). Im Lauf der Zeit hofft sie, so viele Spenden sammeln zu können, dass man den Kaufpreis für den Salinenblick erlösen kann. Die Gebäude würden dann der Stiftung gehören, sie und ihr Team seien dann freier in der Gestaltung der eigenen Einnahmen.

    Nach wie vor hält sie an der Idee fest, im Außenbereich sogenannte Tiny Houses zu bauen, in denen entweder Personen aus der eigenen Belegschaft mal vorübergehend wohnen oder Gäste - auch aus Kliniken - für eine Auszeit verweilen können.

    Infos: www.sinneszeit.de

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