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    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Justiziar verlässt das Rathaus

    Justiziar Joachim Kohn verlässt das Bad Kissinger Rathaus nach sieben Jahren wieder. Unser Archivbild zeigt ihn bei seinem Dienstantritt. Foto: Siegfried Farkas

    Im Bad Kissinger Rathaus wird eine herausgehobene Stelle frei. Justiziar Dr. Joachim Kohn verlässt bis Jahresende die Stadt nach sieben Jahren wieder. Die Stadtverwaltung ist bereits dabei, für eine Nachbesetzung der Stelle zu sorgen.

    Der gebürtige Nürnberger mochte sich am Montag auf Anfrage dieser Redaktion nicht zu seinem Abschied und zu seinem nächsten beruflichen Ziel äußern. Auch von der Pressestelle der Stadt war zu der Personalie keine Auskunft zu erhalten. Zu solchen Personalfragen gebe man grundsätzlich keine Stellungnahmen ab, erklärte eine Sprecherin lediglich. Aus dem Stadtrat heißt es aber, Kohn gehe nach Altbayern.

    Bewerbungsfrist bereits abgelaufen

    Die Stelle war bereits ausgeschrieben. Die Frist für Bewerbungen lief am vergangenen Freitag ab. Ob genügend Bewerbungen qualifizierter Interessenten eingegangen sind, ist nicht bekannt. Die Stadt hat die Ausschreibung allerdings inzwischen auf badkissingen.de vom Netz genommen.

    Justiziar Joachim Kohn verlässt das Bad Kissinger Rathaus nach sieben Jahren wieder. Unser Archivbild zeigt ihn bei seinem Dienstantritt. Foto: Siegfried Farkas

    In der Ausschreibung hatte die Stadt die Stelle als "sehr interessante und verantwortungsvolle Leitungsposition" charakterisiert. Es gehe nicht nur um die Bearbeitung herausragender Rechtsangelegenheiten und juristischer Fragestellungen der Stadt, sondern auch um die Leitung der Abteilung II - Recht und Ordnung - "mit derzeit 36 Beschäftigten und der Verantwortung für die Referate Zentrale Rechtsangelegenheiten, Zentraler Bürgerservice sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung". Je nach persönlicher Voraussetzung der Bewerber biete das Rathaus leistungsgerechte Besoldung bis Besoldungsgruppe A 14 oder vergleichbaren Entgeltgruppen.

    Hohes Maß an sozialer Kompetenz erwünscht

    Neben den juristisch-fachlichen Anforderungen solle die oder der Neue laut Stadt auch "ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Empathie" aufweisen. In der Position führe man Mitarbeiter der Abteilung, "deren Weiterentwicklung Ihnen ein echtes Anliegen ist". Mit strategischem und juristischem Expertenwissen solle der Stelleninhaber zur "rechtlich fundierten, mitarbeitermotivierenden und bürgerorientierten Weiterentwicklung der Stadt" beitragen. Von den Bewerbern wünscht sich die Stadt zudem laut Ausschreibungstext mehrjährige Führungs- und relevante Berufserfahrung, konzeptionelle Fähigkeiten, hohe Eigenmotivation sowie ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und -stärke.

    Als Nachfolger von Matthias Schneider gekommen

    Nach Bad Kissingen gekommen war Kohn im Alter von 34 Jahren im Herbst 2012 als Nachfolger von Matthias Schneider, der auf eine Professorenstelle an der Fachhochschule Schmalkalden gewechselt war. Jura studiert hat Kohn nach seinen Angaben beim Amtsantritt in Passau und dort auch das 1. Staatsexamen abgelegt. Referendariat und 2. Staatsexamen folgten in Nürnberg. Die Promotion, die er damals bereits begonnen hatte, hat Kohn zwischenzeitlich abgeschlossen. Kohns Vorgänger war am Ende seiner Kissinger Zeit auch geschäftsleitender Beamter der Stadt, für Kohn gilt das nicht.

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