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    Aura an der Saale

    Baubeginn im Herbst

    Die Ortsdurchfahrt von Aura wird während der Baumaßnahme gesperrt. Foto: Gerd Schaar

    Um die Ortsdurchfahrt, die Zehntstraße und einen Radweg ging es am Dienstag bei der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle. Ins Blickfeld geriet auch jene Stelle der Staatsstraße St 2290 Richtung Euerdorf, wo der Berg der Saale entgegenkommt und derzeit eine Ampel den Verkehr regelt.
    "Es ist eine 2,8 Millionen Euro schwere Riesenmaßnahme", ging Bürgermeister Thomas Hack (CSU) auf das Sanierungsprojekt Ortsdurchfahrt ein. So eine Chance komme so schnell nicht wieder, dass alle beteiligten Ämter in einem Boot säßen. Schließlich gelte es, das Dorf Aura zu erhalten, dem Verfall entgegenzuwirken und für junge Leute attraktive Anreize zum Wohnen zu schaffen. "Deshalb bitte ich um Verständnis für die Baumaßnahmen", sagte Hack.
    Die Ausschreibung laufe schon, bestätigte Planer Bernd Müller. "Läuft alles programmgemäß, dann kann heuer im Herbst mit den Baumaßnahmen begonnen werden", so Müller. Ende 2017 sei mit dem Bauende zu rechnen. "Ja, eine Gasleitung der Stadtwerke Bad Kissingen wird gleich mit verlegt", ging Müller auf eine Nachfrage aus dem Saal ein. Und Hack bestätigte: "Ein Umstieg auf Gas in der Hauptstraße ist dann möglich."

    Ortsdurchfahrt gesperrt

    "In dieser Zeit ist die Ortsdurchfahrt für den Durchgangsverkehr nicht befahrbar, aber für die Anlieger wird eine Möglichkeit geschaffen, an ihr Grundstück zu fahren", versprach Hack. "Die Mühe lohnt sich", so Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt wies darauf hin, dass die Finanzierung des Sanierungsprojekts aus verschiedenen Töpfen stamme: aus seinem Amt, vom ALE, dem Wasserwirtschaftsamt, den Bad Kissinger Stadtwerken und der Gemeinde Aura. In Wackers Bereich fällt auch der weitere Verlauf der Staatsstraße St 2290, der bis zur Höhe des Supermarkts Rewe ausgebaut werden soll. "Wir wollen weder den Berg abtragen noch die Saale verlagern", so Wacker.
    Die Anwohner interessierten sich für die Umleitungen, besonders Richtung Euerdorf. "Wird der Schwerlastverkehr die neue Ortsdurchfahrt beschädigen?", wollte einer wissen. Ebenfalls wurde geargwöhnt, dass die Telekom nach Fertigstellung die Straße wieder aufreißen könnte, um nachträglich Leitungen zu verlegen. Schließlich kreisten die Gedanken der Anwohner auch um Ankäufe von an der Ortsdurchfahrt gelegenen Grundstücken durch die Gemeinde Aura. Ein Radweg sei im Zuge der Sanierung "Schrenk" geplant, ließ Hack wissen. Der führe in Richtung Wittershausen, werde aber erst einmal nur bis zur Kurve - Abzweig Kloster / An der Burg - gebaut. Der Anschluss an das bestehende Radwegenetz des Landkreises sei das Ziel. Ein Anwohner fragte an, ob ein Radweg auch in entgegengesetzter Richtung zwischen Euerdorf und Kissingen nahe dem Golfplatz gebaut werde.

    Kostenrahmen

    Aufklärungsbedarf in Sachen Kosten sah Bürgermeister Hack. Das insgesamt rund 830 000 Euro schwere Sanierungspaket umfasse den Zehntplatz und die umliegenden Seitenstraßen. Für den Zehntplatz allein fallen davon 200 000 Euro an. Hack: "Es ist also kein Luxus." Außerdem würden 60 Prozent der Kosten durch die Dorferneuerungs-Förderung abgefangen.
    Bei einer Probeabstimmung sprachen sich die Versammelten für eine Pflasterung des Platzes aus. Zur Kenntnis nahmen sie, dass sich der Gemeinderat inzwischen für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED entschieden habe.

    Gerd Schaar

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