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    FUCHSSTADT

    Bayernwerk kehrt zurück nach Fuchsstadt

    Groß war das Bedauern, als sich vor wenigen Jahren das Kundencenter Fuchsstadt des Überlandwerkes Richtung Schweinfurt verabschiedete. Jetzt kündigt der Nachfolger für April/Mai 2019 eine Rückkehr an. Und zwar in größerem Stil. Sowohl die Netzplanung als auch die Verwaltung des Bayernwerks für das nordöstliche Unterfranken sollen wieder im Saaletal beheimatet sein. Und zwar zur Untermiete im Zweigbetrieb der Hassfurter Stahlbaufirma Haga.

    70 Arbeitsplätze

    „Rund 70 Arbeitsplätze sollen direkt in Fuchsstadt beheimatet sei“, sagt Pressesprecher Maximilian Zängl. Bei 40 Stellen handelt es sich um Büroarbeitsplätze. Weitere 30 Mitarbeiter sind für eine sichere Stromversorgung unterwegs. Dazu kommen 20 weitere, die von Fuchsstadt aus an anderen Servicepunkten betreut werden. Die Mitarbeiter werden von der bisherigen Wirkungsstätte mitgebracht.

    Mieter bei Haga

    Als Arbeitsfläche mietet das Bayernwerk bei Haga 1100 Quadratmeter an. Rund 100 000 Euro sind für den Umbau geplant. Haga-Geschäftsführer Norbert Rumpel, will sich dazu erst äußern, wenn der Mietvertrag unterschrieben ist. Bürgermeister Peter Hart hatte die Neuigkeit dagegen bereits bei einer Gemeinderatssitzung angekündigt. „Ich habe lange genug darum geworben“, freut er sich auf die Rückkehr. Was ihm wichtig ist: Die bisherige Produktion bei Haga sei dadurch offensichtlich nicht beeinträchtigt.

    Wie bisher von Schweinfurt aus kümmert sich das Bayernwerk dann von Fuchsstadt um den Betrieb des Strom- und Gasnetzes. Dazu gehören auch die regionale Netzplanung, Netzbetreuung, Anschluss dezentraler Energieanlagen und die Kundenbetreuung. „Das soll ein offenes Haus werden“, kündigt Unternehmenssprecher Christian Martens auch einen Empfangsbereich an.

    Wieder zentral im Versorgungsgebiet

    Nach Fuchsstadt kehre man zurück, weil man dann wieder zentral im eigenen Versorgungsgebiet liege. Von hier aus wird der Bereich zwischen Steigerwald im Osten, dem Spessart im Westen und Schweinfurt im Süden betreut. Neue Netztechnologien, intelligente Leitungskomponenten, Digitalisierung und eine zunehmend komplexere Netzsteuerung sorgen dafür, dass es dn Mitarbeitern nicht langweilig wird.

    Ganz hatte sich der Stromversorger übrigens nicht aus Fuchsstadt verabschiedet. Hier war die ganze Zeit ein Servicepunkt angesiedelt, von dem aus Mitarbeiter unterwegs waren. An diese Tradition will das Bayernwerk nun anknüpfen.

    Das Kundencenter Schweinfurt/Fuchsstadt

    23 000 Straßenlampen Nach dem Umzug nach Fuchsstadt werden dort wie dahin in Schweinfurt 11 300 Kabelverteiler, 2500 Ortsnetzmaste, 7500 Maste für 20 kV-Leitungen, 23 000 Strassenlampen sowie Leitungen für Niederspannung (3700 Kilometer), Mittelspannung (1850 Kilometer) und Hochspannung (550 Kilometer) betreut. Außerdem kümmern sich die Mitarbeiter um das Gasverteilernetz (720 Kilometer und Gashausanschlüsse mit 310 Kilometern.

    Sitz in Regensburg

    Insgesamt betreibt die Bayernwerk Netz GmbH als hundertprozentige Tochter des Bayernwerkes mit Hauptsitz in Regensburg und 2700 Mitarbeitern 19 Kundencenter. Sie bezeichnet sich als größter Regionalnetzbetreiber Bayerns.

    Fünf Regierungsbezirke

    Insgesamt versorgt die Netz GmbH sieben Millionen Menschen in Unter- und Oberfranken, der Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern mit Strom.

    Strom und Gas Der Versorger betreibt 154 000 Kilometer Strom- und 5800 Kilometer Erdgasnetz. Dazu kommt ein Straßenbeleuchtungsnetz von 34 600 Kilometer.

    Zwei in Unterfranken In Unterfranken betreibt das Bayernwerk zwei Kundencenter. Eines davon bisher in Schweinfurt für den nordöstlichen Bezirk. Von Marktheidenfeld aus wird ebenfalls mit 90 Beschäftigten das südwestliche Unterfranken betreut.

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