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    Aura an der Saale

    Die Grenzen rund um Aura erkunden

    Alfred Kraus war mit Dackel "Teddy" beim Grenzgang um Aura dabei.  Foto: Gerd Schaar
    Alfred Kraus war mit Dackel "Teddy" beim Grenzgang um Aura dabei. Foto: Gerd Schaar
    Einen großen Grenzgang um die Gemarkung Aura gibt es selten. Vor 15 Jahren sei der letzte gewesen, sagt Feldgeschworenen-Obmann Willibald Götz. Auch dessen Stellvertreter Martin Kaiser sowie Bürgermeister Thomas Hack waren nun dabei.

    "Wir sind keine Spätaufsteher", meinten die Teilnehmer des Grenzgangs aus Aura. Auch aus Wittershausen kamen Gäste zum Start an der kleinen Brücke, die über den Wildbach des Schrenkgrabens führt. Vor Ort waren auch Hundebesitzer, die ihren Vierbeinern einen vierstündigen Gassi-Spaziergang gönnten, etwa Alfred Kraus mit Rauhaardackel "Teddy". "Als gebürtiger Auraner interessiere ich mich für die Grenzen meiner Gemeinde", sagte Kraus. Obwohl er weggezogen sei, liege ihm Aura am Herzen

    Nicht alle der rund 70 Teilnehmer blieben bis zum Ende des Rundganges, andere reihten sich unterwegs ein. Weiter führte der Weg von der Wildbachbrücke zum Staller Graben, zur Elfershäuser Grenze, dann Richtung E-Werk und Dreimärker Trimberg, weiter Richtung Euerdorf zu den Aussiedlern und bergab zur Baustelle an der Saale.

    Heimatgeschichte entdecken

    Über geschichtliche Hintergründe der Region gab Holger Wörner Einblicke. "Es ist besonders für die Jugend wichtig, sich bewusst zu machen, wo die Grenzen sind. Die jungen Leute sollten sich auch mit den Waldabteilungen und der Heimatgeschichte vertraut machen", ist Wörner überzeugt. Er konnte zum Beispiel einen wenig bekannten Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg zeigen. Wörner erzählte, wie die amerikanischen Soldaten zum Kriegsende vor 70 Jahren Aura besetzten. Ferner bewunderten die Grenzgänger alte Holzmeiler und erfuhren, dass früher die Weidetiere im Staller Graben Schutz vor Hitze fanden.

    Gerd Schaar

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