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    WIESENTHEID

    Die HellsÖwer aus Oberthulba tanzen sich auf Platz zwei

    Die Turedancer aus Zellingen sind Bayerns bestes Männerballett. Die Truppe, die in diesem Jahr erstmals bei Fastnacht in Franken auftreten durfte, siegte bei den 11. Bayerischen Meisterschaften, die in der Wiesentheider Steigerwaldhalle ausgetragen wurden.

    Vor rund 1500 Zuschauern gewannen die Zellinger mit einigem Vorsprung vor der Formation HellsÖwer aus Oberthulba. Den unterfränkischen Dreifacherfolg komplettierte das Männerballett aus Albertshofen, das auf Platz drei landete.

    Die Nummer sechs

    Zum sechsten Mal insgesamt sind die Turedancer, die auch im Vorjahr gewannen, Bayerischer Meister. Ein riesiges Weizenbierglas, das rund zehn Liter fasst, durften die Zellinger nach der Siegerehrung in die Höhe stemmen. Angefeuert von einer großen Anhängerschar, standen sie am Ende des insgesamt fast sechsstündigen Spektakels nicht ganz unerwartet ganz oben auf dem Treppchen. Mit ihrer Nummer „Des Kaisers neue Kleider“ hatten sie beim Turnier der Wiesentheider Gentlemen erst vor zwei Wochen gewonnen, auch damals landete Oberthulba hinter ihnen.

    Nichts neues für die Gruppe aus Oberthulba, die dem Sieger artig Komplimente machten. „Wenn Zellingen dabei ist, dann ist das wie der FC Bayern im Fußball. Sie sind schon saugut und kaum zu schlagen. Wir sind jetzt zum dritten Mal Zweiter hinter ihnen, wir sind sehr froh und hatten wieder Riesenspaß“, sagte HellsÖwer-Trainer Kevin Voll. Er will mit seiner Truppe auch im Juni bei der Deutschen Meisterschaft in Bonn antreten, genauso wie Zellingen.

    Das bestätigte Florian Lang, das „Mädchen für alles“, bei den Turedancern. Sie mussten ihren Tanz umstellen, nachdem sich kürzlich einer der elf Mann verletzt hatte, meisterten aber auch das. Umso mehr freute es Lang. „Zu gewinnen wird nie zur Gewohnheit. Du fährst zu dem Wettbewerb, willst was erreichen, aber du weißt nie, was die anderen zu bieten haben“, erzählte er. Bislang sei es die beste Saison gewesen, die er in den zehn Jahren bei der Formation miterlebt habe, gab er zu.

    Rundum zufrieden waren auch die Männer aus Albertshofen. „Wir sind zufrieden, haben hier unsere beste Saisonleistung hingelegt. Zellingen ist unschlagbar, insgesamt steigt das Niveau immer mehr, die Leistungsdichte ist enorm. Für uns ist ab Montag erst mal trainingsfrei“, sagte Andy Reitmeier vom Männerballett der Höpper.

    Unterschiede im Teilnehmerfeld machten sich schon bemerkbar. Die Wertungen gaben unabhängige Richter. Bei manchen Gruppen war zu merken, dass sie noch nicht so lange im Geschäft sind. Teilnehmen durfte, wer sich eben anmeldete. Im Vordergrund stand eindeutig der Spaß, wie etwa bei den Männern des Faschingsvereins Giemaul aus Heidingsfeld. „Eine tolle Stimmung! Wir sind mit zwei Bussen hier, ein guter Mittelfeldplatz ist unser Ziel“, meinten mit Janos Simon und Anke Spielmann die Verantwortlichen. Auf Platz elf landete Heidingsfeld.

    17 Gruppen starteten. Neben einer Formation aus München mussten die Gentlemen vom Gastgeber Wiesentheid kurzfristig wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von drei ihrer Akteure absagen. Moderator Marcus Wicher, der launig durch den Abend führte, durfte dafür einige der Kokage-Tanzgruppen ansagen, die als Einlage ihr Können zeigten. Insgesamt gab es viel Lob für die Wiesentheider, die zwei Wochen nach ihrem Turnier die nächste Großveranstaltung stemmten.

    Das Endresultat: 1. Zellingen, 2. Oberthulba, 3. Albertshofen, 4. Obersinn, 5. Leinach, 6. Teuschnitz, 7. Bergrothenfels, 8. Dorfprozelten, 9. Feucht, 10. Auerbach, 11. Heidingsfeld, 12. Gambach, 13. Diesenbach, 14. Oberndorf, 15. Hambach, 16. Eibach, 17. Holzheim am Forst.

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