• aktualisiert:

    Aura an der Saale

    Ein Theater mit "Rundum-Lüftung"

    Soll nicht mehr für Auswärtige Veranstalter zur Verfügung stehen: Die Theaterhalle an der Klostermauer. Foto: Gerd Schaa...

    Recht überschaubar war die Tagesordnung für die erste Sitzung des Auraer Gemeinderates im neuen Jahr. Es ging um die Verpachtung der Festhalle, die Friedhofsgebühren und die Theater-Hütte unterhalb der Klostermauer.
    "Manche Leute bezeichnen diese Theater-Hütte als Schandfleck", kommentierte Bürgermeister Thomas Hack (CSU) das wenig genutzte Kulturobjekt. Hin und wieder werde diese Theater-Halle doch noch genutzt, sprach sich zweiter Bürgermeister Alfred Graser (CSU) für den Erhalt aus. "Es sieht aus wie ein halb verfallenes Wohnhaus", blickte Hans-Jörg Kaiser (CSU) auf das "gewöhnungsbedürftige Innenleben mit einer Rundumlüftung" der Theater-Halle. Jetzt befürworteten die Räte einhellig, eine Schadensliste zu erstellen, in der auch der Zustand des Daches geprüft wird.
    Die ansässigen Vereine sollen weiterhin in der Festhalle Veranstaltungen abhalten können, beschlossen die Räte. Allerdings verzichte die Gemeinde darauf, weiterhin Großveranstaltungen auswärtiger Betreiber in diese Halle zu holen. Anlass dafür sei der entsetzliche Lärm gewesen, das konnten etliche Räte bestätigen. "Was sich da oben abspielte, war für die Nachbarschaft (Am Hahn) nicht mehr tragbar", sprach der zu Rat gezogene Vorsitzende des Vereinsrings, Hans Hagemann, von erheblichem Lärm und Feuerwerk der Auswärtigen. So eine Belästigung stelle das Regelwerk der örtlichen Vereine in den Schatten und gefährde wichtige Vereinsveranstaltungen für die Zukunft. Überlagert wurde die Diskussion von der Kostenfrage. Bürgermeister Hack: "Die Kostenschere klafft immer mehr auf." Wegen eines neuen Hallenwartes habe er mehrere Vorgespräche geführt. Noch sei kein Nachfolger in Sicht.
    Keine Änderungen sind bei den Friedhofsgebühren zu erwarten. "Bundesweit sind diese Kosten für die Kommunen grundsätzlich defizitär", kommentierte Hack. Ein Schritt zur Kostenmilderung sei schon 2006 die Verringerung der Grabliegezeiten von 25 auf 20 Jahre gewesen. Zurzeit koste das konventionelle Einzelgrab für diesen Zeitraum 600 Euro, das Doppelgrab 1000 und das Urnengrab 500 Euro in Aura.
    Zustimmung erhielt das Angebot der Firma Himmel aus Gescher (NRW) für eine Wartung des Pumpwerkes für jährlich knapp 800 Euro Gebühr. Einig waren sich die Räte auch, die Bücherei mit 500 Euro, verteilt auf drei Jahre, zu unterstützen. Damit sollen neue Medienträger angeschafft werden.
    "Jogger und Radfahrer fürchten sich vor frei laufenden Hunden", schlug Hans-Jörg Kaiser die Anleinpflicht im Gemeindebereich Aura vor. Des Weiteren kritisierte er die schlechte Ausleuchtung der Klosterfeldstraße mit "nur punktuell leuchtenden Straßenlaternen". Kaisers Nachfrage, ob Auraer Vereine die Halle der Euerdorfer Einhard-Grundschule nutzen können, beantwortete Hack: "Grundsätzlich geht das auf der Vereinsbasis im Rahmen der Verwaltungs-Gemeinschaft." Gerd Schaar

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.