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    Hammelburg

    Frischer Wind im Gewölbekeller

    Hinter dem Label "777" steckt Tradition gepaart mit frischen Ideen. Das wurde bei der Weinmesse in Hammelburg deutlich, die Winzer der Region in einem Boot vereint und damit zunehmenden Erfolg verzeichnet.
    Neu bei der Hammelburger Weinmesse: Kathrin Baier-Buttler vom Weinwerk mit der 777er Flasche. Sie setzt auf modernes Design für urfränkischen Wein.  Foto: Gerd Schaar       -  Neu bei der Hammelburger Weinmesse: Kathrin Baier-Buttler vom Weinwerk mit der 777er Flasche. Sie setzt auf modernes Design für urfränkischen Wein.  Foto: Gerd Schaar
    Neu bei der Hammelburger Weinmesse: Kathrin Baier-Buttler vom Weinwerk mit der 777er Flasche. Sie setzt auf modernes Design für urfränkischen Wein. Foto: Gerd Schaar
    Bereits zum dritten Mal gab es die Weinmesse der Winzer im Altlandkreis Hammelburg. Da könne man schon von Tradition sprechen, zitierte Organisatorin Theresa Schmid Landrat Thomas Bold (CSU), der von Monika Horcher (Bündnis 90 / Die Grünen) vertreten wurde. Die Weinprinzessin Antonia Müller ist ein Jahr länger im Amt als es die Weinmesse in Hammelburg gibt. Angetan von dieser Weinmesse im gemütlichen Ambiente des Gewölbekellers im Deutschen Haus war die Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach.

    Spaßfaktor vorhanden

    Neu unter den Winzerständen präsentierten sich die Brüder Daniel und Oliver Six aus Wirmsthal. Die jungen Winzer sind frisch im Geschäft. Fassproben vom Bacchus, Silvaner und Domina lockten an ihren Stand. "Trocken ausgebaut", betont Daniel. Nicht nur über die gute Qualität hatten sich die Brüder Six Gedanken gemacht. Auch das Outfit der Weinflaschen verrät, dass eine jüngere Generation das Ruder übernimmt.
    Bocksbeutel ist bei den jungen Winzern erst mal außen vor. Nach wie vor wolle man aber ein möglichst gutes Naturprodukt erzeugen. Freilich geht das nicht ohne Studium zum Beispiel an der Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim. "Wir haben noch Zeit, wir sind noch jung, und der Spaßfaktor ist vorhanden", blickt der 28-jährige Oliver hoffnungsvoll nach vorn.

    Anlehnung an die Historie

    Zu den Neuen der Weinmesse zählte auch Kathrin Baier-Buttler aus Wittershausen. Ihr Label "Weinwerk" wird von modernem Design begleitet. So hat der Rebensaft von den eigenen Hammelburger Lagen eine spezielle Seele. Neben der ideenreichen Vermarktung - auch per Internet - entscheide die Weinqualität, so Baier-Buttler.
    Aufsehen erregte das Label "777". Es ist der versteckte Hinweis auf jene berühmte Schenkungsurkunde Kaiser Karls des Großen aus dem gleichen Jahr, mit der Hammelburg als älteste Weinstadt Frankens ihren Ursprung herleitet. In der Flasche namens 777 steckt ein Silvaner, ein urfränkischer Wein mit ehrlichem Charakter. Dafür hat das Weinwerk auch Anleihen zur Namensgebung bei Lola Montez und bei Raffael genommen. Darüber hinaus gibt es noch Goldstücke und Feuerwerke. Bei Letzterem handelt es sich um Wein aus den Feuerthaler Lagen.

    Erfolgsstory

    Die Weinmesse sei ein guter Start ins neue Jahr, meint die Hammelburger Weinprinzessin. "Wir bleiben nicht stehen", verweist sie auf den Zuwachs der Messe. Zu den Ausstellern gehört freilich auch das Weingut und -hotel ihrer Familie Müller. Außerdem die Weingüter Ruppert, Plewe, Lange (Schloss Saaleck) und der Winzerkeller aus Hammelburg. Darüber hinaus aus Ramsthal: Baldauf, Keller und Neder. Nicht zu vergessen die Weingüter Hümmler aus Elfershausen und Schäfer aus Untererthal. Was wäre eine schmackhafte Weinschorle ohne das passende Mineralwasser? Hilfreich war da der Rat des Wasser-Sommeliers Thomas Stobbe vom Restaurant Neumühle und die Präsenz von Rhön-Sprudel.
    "Die Vielfalt ist es, was die Weinmesse ausmacht", sagte Weinprinzessin Müller. Sie ermunterte die Besucher, das Besondere zu entdecken. Dem schloss sich Marlene Büttner, Weinprinzessin aus Wirmsthal, an.
    Von der Erfolgsgeschichte der Hammelburger Weinmesse zeigte sich Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) beeindruckt: "Unsere Winzer zeigen eine ganz besondere Identität, die von Jahrhunderten geprägt ist". Es sei auch ein Erfolg der Allianz Fränkisches Saalestück und der Weinmessen-Gründerin Theresa Schmid.
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    Gerd Schaar

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