• aktualisiert:

    Hammelburg

    Gemeinsamer Auftritt für die Saale-Winzer

    Auch im zweiten Jahr erweist sich die Weinmesse als Erfolg. Was im vergangenen Jahr als praktische Aufgabe innerhalb eines Studiums begann, mausert sich zu einer festen Einrichtung.
    Prost (von links): Theresa Schmid, Marion Wunderlich und Susanne Volkheimer Fotos: Gerd Schaar       -  Prost (von links): Theresa Schmid, Marion Wunderlich und Susanne Volkheimer Fotos: Gerd Schaar
    Prost (von links): Theresa Schmid, Marion Wunderlich und Susanne Volkheimer Fotos: Gerd Schaar
    Organisatorin Theresa Schmid lässt erkennen, dass ihr die Veranstaltung sehr am Herzen liegt. Sie hat ihr Studium des internationalen Weinmarketings in Eisenstadt (Österreich) bereits im vergangenen Herbst mit dem Master beendet, dennoch ist sie wieder für die Weinmesse aktiv geworden.

    "Ich habe viel Nützliches aus der Organisationsarbeit gelernt", sagt Schmid. Dazu gehören zum Beispiel die grundsätzlichen Überlegungen über den richtigen Zeitpunkt der Messe, aber auch Kleinigkeiten wie das Bereithalten von genügend Wechselgeld an der Kasse. Schmid musste die Weinlisten für die Ausstellungstische der Winzer überprüfen und die saisonalen Menükartenumstellungen in der lokalen Gastronomie berücksichtigen. "Alles soll harmonisch zusammenpassen, damit der Konsument Speis und Trank voll und ganz genießen kann", erklärt sie.

    Schmid berichtet vom mittlerweile erreichten Bekanntheitsgrad. So hätten viele Besucher schon im Vorfeld der Weinmesse gesagt: "Ach ja, das ist doch diese tolle Messe." Nun sei die Besucherbeteiligung noch besser als vor einem Jahr. Die genaue Zahl ist zwar nicht festgehalten worden, "doch ist der Gewölbekeller voller Leute".
    Nach dem Ende ihres Studiums winkt Schmid eine Stelle im Bereich der Weinvermarktung. Gerne würde sie im kommenden Jahr die Messe in neue Hände geben. Dass es auch 2015 eine Weinmesse geben wird, sei gewiss. "Die beteiligten Winzer blicken in dieselbe Richtung und arbeiten Hand in Hand", ist Schmid überzeugt.

    Mit von der Partie ist auch wieder Susanne Volkheimer von "Frankens Saalestück". "Ich habe das Projekt von Anfang an unterstützt", bestätigt sie. Volkheimer freut sich über die zunehmende Nachfrage, die auch in den Bereichen Tourismus und Gastronomie ihre Spuren hinterlassen werde. "Weiter so", ist Katharina Rösser über den Erfolg der Weinmesse im Gewölbekeller ihrer "Wandelbar" begeistert.

    "Ich bin immer gern in Hammelburg", sagt die fränkische Weinkönigin, Marion Wunderlich. Sie kenne einige Winzerbetriebe der Region noch aus der Zeit vor ihrem Amtsantritt. "Da fühlt man sich schon quasi daheim." Ihr prosten die Hammelburger und die Wirmsthaler Weinprinzessinnen zu. Antonia Müller stellt fest: "Diese Weinmesse hebt sich von allen anderen Messen ab." Marlene Büttner rät: "Bewusst genießen und auf die Winzer persönlich zugehen."

    "Da macht es richtig Spaß, Landrat zu sein", freut sich Thomas Bold (CSU). "Die Messe ist ein Brückenschlag der Winzer zur regionalen Dachmarke Rhön direkt vor der Haustüre", erklärt Bold. Von einer "herausragenden Reputation für Hammelburg" spricht Bürgermeister Ernst Stross (SPD) bei der Eröffnung.

    Die Resonanz der beteiligten Winzer kann sich hören lassen: "Alle Winzer sind gemeinsam an einem Platz - das ist gut", sagt Wolfgang Eilingsfeld. Marcel Hümmler meint: "Es ist Werbung für die Region, auch für Elfershausen." Von Signalwirkung bis in die Politik spricht Stefan Ruppert. Weinberater Volker Pfaff vom Weingut Baldauf ist überzeugt, dass die Weinmesse den Vergleich zu anderen Regionen nicht scheuen brauche.

    Kellermeister Matthias Büttner vom Winzerkeller Hammelburg berichtet, dass viele Gäste nach der Messe gezielt in die Weingüter und Vinotheken kommen. "Die Weinmesse ist eine gute Sache mit Potenzial auch für die Ramsthaler", sagt Winzer Ewald Neder. Und Winzer Klaus Schäfer aus Untererthal erklärt: "In zehn Jahren werden wir vielleicht einen größeren Messeraum brauchen."
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Bad Kissingen-Newsletter!

    Gerd Schaar

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!