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    Geroda

    Im Gemeindehaus riecht es modrig

    : Bürgermeister Alexander Schneider leuchtet seinen Gemeinderäten Ingo Fechner (von links), Holger Knauer und 3. Bürgerm...

    "Es riecht jeder selbst", sagte Bürgermeister Alexander Schneider (Unabhängige Wählergemeinschaft Geroda/Platz) beim Ortstermin in der Turnhalle im Gemeindehaus in Platz. Es riecht modrig. Guter Rat ist teuer, denn das Thema Feuchtigkeit beschäftigt den Gerodaer Gemeinderat nun schon seit etlichen Jahren.
    Vor etwa fünf Jahren war die Drainage um das Gebäude freigelegt worden, weil Feuchtigkeit in das Mauerwerk hochgekrochen war. Sowohl Drainage als auch der zusätzlich eingebaute Lüfter funktionierten, sagte Schneider. Der Holzboden der Turnhalle ist schon 60 Jahre alt. Wäre der Untergrund nass, müssten die noch relativ guten Bretter wesentlich mehr verfault sein, stellte Gemeinderat Hans Roth nach Begutachtung des aufgemachten kleinen Teils des Fußbodens fest. "Die Ursache muss gefunden werden", war sich das Gremium einig. Zunächst einmal soll eine erfahrene Fußbodenfirma zugezogen werden, die den Untergrund des Belages untersucht.
    "Noch nichts Neues" konnte Bürgermeister Schneider den Räten in Sachen Nationalpark Rhön berichten. Man warte immer noch auf die Antwort des Ministeriums. In einem anonymen Brief pries ein Bürger den Nationalpark als Chance für die Region an, die nicht ungenutzt bleiben dürfe. Er oder sie steht damit aber alleine auf weiter Flur. Nach sehr eingehender Diskussion über Vor- und Nachteile und Informationsaustausch (Nationalpark Bayerischer Wald) sieht der Gerodaer Marktgemeinderat mehr Nachteile als Vorteile, sollte ein Nationalpark in der Rhön kommen.
    Gegen was man ist, weiß man ja noch nicht, hieß es. "Andere wollen nicht, wir sollen Lückenbüßer machen", sagte Fred Hilsdorf. Man habe schon Kernzone und Biosphärenreservat. Wie seine Ratskollegen vertrat er die Meinung, dass man sich positionieren müsse. Dieses Stimmungsbild soll Bürgermeister Schneider in der kommenden Woche bei der Versammlung der Rhönallianz vorbringen.


    Interesse an Partnerschaft?

    Keine Einwände äußerte das Gremium gegen die Änderung des Flächennutzungsplans Markt Burkardroth, des Bebauungsplans Zahlbach, der Einbeziehungssatzung in Schönderling und Schondra. Denn die Belange der Marktgemeinde Geroda würden in allen Fällen nicht berührt werden. Weiter gab Bürgermeister Schneider bekannt, dass die Sparkasse 300 Euro für den gemeindlichen Kindergarten Abenteuerland in Geroda gespendet hat.
    Ob einmal eine Gemeindepartnerschaft gepflegt werden wird oder überhaupt gepflegt werden kann, soll jetzt erkundet werden. Aktueller Anlass war die Anfrage des Ortes Druzek in der Tschechischen Republik. Eine solche Partnerschaft zu pflegen funktioniere nur gemeinsam mit der Bevölkerung. Wer generell Interesse hat sich hier einzubringen - ob es nun Tschechien, Frankreich oder ein anderes Land ist - kann sich bei der Gemeinde melden.
    Verschiedenen Nachtragsangeboten der Firma Ringelmann zur Umgestaltung des Biergartens der Böll stimmte das Gremium zu. Änderungen gab es beim Treppenhandlauf, Zaun, den Sitzauflagen und der Abdichtung des Kellerfensters. Die Bausumme erhöht sich um rund 2000 Euro von 49 000 auf 51 000 Euro.
    Keine Bedenken äußerte die staatliche Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes gegen den diesjährigen Haushalt der Marktgemeinde Geroda, teilte Schneider mit. Die Zuführung zum Verwaltungshaushalt wurde mit 56 000 Euro veranschlagt. Unter Berücksichtigung von 45 600 Euro Tilgung und der Investitionspauschale in Höhe von 141 000 Euro errechnet sich eine freie Finanzspanne von 151 000 Euro. Da in diesem Jahr keine Kreditaufnahme geplant ist, wird sich die Verschuldung der Gemeinde auf 97 000 Euro verringern. Nach der geplanten Entnahme von rund 278 000 Euro aus der Rücklage wird diese zum Jahresende rund 1,8 Millionen Euro betragen. Gabriele Sell

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