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    Hammelburg

    Im Januar ist wieder Weinmesse in Hammelburg

    Nach der gelungenen Premiere soll es im Januar wieder eine Weinmesse in Hammelburg geben. Elf heimische Winzer werden eine Auswahl ihrer besten Rebensäfte präsentieren.
    Gelungene Premiere: Stefan Ruppert, Vorsitzender des Weinbauvereins Hammelburg, schenkt zwei Gästen einen seiner Weine ein. Foto: Sebastian Vogler       -  Gelungene Premiere: Stefan Ruppert, Vorsitzender des Weinbauvereins Hammelburg, schenkt zwei Gästen einen seiner Weine ein. Foto: Sebastian Vogler
    Gelungene Premiere: Stefan Ruppert, Vorsitzender des Weinbauvereins Hammelburg, schenkt zwei Gästen einen seiner Weine ein. Foto: Sebastian Vogler
    Wenn Theresa Schmid an die erste Weinmesse zurückdenkt, leuchten ihre Augen. "Ich habe so viel Lob gehört - von den Winzern, den Gastronomen, der Stadt und den Touristikern von Frankens Saalestück", freut sich die gerade mal 27 Jahre alte Organisatorin. Die positive Resonanz war für die Hammelburgerin auch der entscheidende Ansporn dafür, jetzt eine Neuauflage zu wagen.

    Die Messe im Januar 2013 war ein Teil ihrer Diplom-Arbeit. Das Studium "Internationales Weinmarketing" hat sie mittlerweile mit der Note 1 abgeschlossen und den Master-Titel in der Tasche. Die viele Arbeit hätte sie eigentlich nicht mehr ein zweites Mal auf sich nehmen müssen. Doch für Frankens älteste Weinstadt und die Winzer des Saaletals zu werben, ist ihr eine Herzensangelegenheit. "Die heimischen Weinbaubetriebe brauchen sich nicht zu verstecken, sie stellen gute Weine her", weiß die junge Frau, deren Familie selbst Weinberge bewirtschaftet.

    Sommelier auch wieder dabei

    Fast 200 Gäste zählte die Premiere in der Wandelbar. "Fürs erste Mal war das sehr gut", meint Theresa Schmid und hofft natürlich, dass bei der Neuauflage mindestens genau so viele Freunde des Rebensaftes kommen. Karten gibt es für die Messe auf jeden Fall in großer Stückzahl. Auch Sommelier Thomas Stobbe wird diesmal wieder mit von der Partie sein. Der Restaurantleiter des Romantik-Hotels Neumühle wird mehrfach "Wasser und Wein"-Verkostungen anbieten.

    Als sehr gut geeignet haben sich auch die Räumlichkeiten der "Wandelbar" bewährt, um der Veranstaltung auch "ein hochwertiges Ambiente" zu geben. Eine Fackel-Weinbergswanderung mit Verkostung ist im Anschluss an die Messe ebenso wieder vorgesehen. "Der Erlös soll dem Museumsverein gespendet werden", erklärt die Hammelburgerin. Dafür verzichtet Weindozentin Christiane Schmid auf ihr Honorar.

    Der Januar hat sich als guter Monat für eine Weinmesse herausgestellt. "Da haben sowohl die Winzer als auch die Gastronomen mehr Zeit als vorher oder nachher", weiß Theresa Schmid. Daher soll die Messe auch in den Folgejahren immer Ende Januar stattfinden.

    "Ich bin hier verwurzelt"

    Ob sie auch die dritte Veranstaltung organisieren wird, weiß die 27-Jährige allerdings noch nicht. Im Moment schreibt sie eifrig Bewerbungen, um eine Stelle im Bereich Wein/Tourismus/Vermarktung/Vertrieb zu finden. "Ich würde natürlich am liebsten in der heimischen Region bleiben, weil ich hier verwurzelt bin", gesteht sie. Doch möglicherweise führt der Beruf sie in einen anderen Teil der Republik.

    Susanne Volkheimer, Projektmanagerin von "Frankens Saalestück", freut sich über das Zustandekommen der zweiten Messe. "Sie ist wichtig, um einen Tagestourismus zu etablieren und zu fördern, von dem auch andere Gastronomen und Freizeiteinrichtungen hier profitieren können", sagt die Fachfrau.

    Sie hat die Messe in erster Linie mit Werbemaßnahmen unterstützt, mit Texten, Anzeigen und Hinweisen in Veranstaltungskalendern, vor allem auch überregional. "Für Frankens älteste Weinstadt ist eine solche Präsentation eigentlich ein Muss", betont Susanne Volkheimer.

    Winzer Stefan Ruppert, Vorsitzender des Weinbauvereins Hammelburg, sieht die Messe als gute Plattform für die Betriebe der ganzen Region, sich zu präsentieren. "Die Kunden können hier die neuen und auch einen Querschnitt der alten Weine probieren, und wir können mit ihnen ins Gespräch kommen", erklärt Ruppert. Ein dickes Lob zollte er Theresa Schmid: "Sie ist mit viel Herzblut bei der Sache und hat die Messe hervorragend organisiert."
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    Markus Reeh

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