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    Maria Bildhausen

    Ins Bäulein kehrt wieder Leben ein

    Das Gebäude, in dem die Bewohner von Maria Bildhausen ihre Freizeit verbringen, ist nun saniert und wird am 3. Mai gesegnet. Foto: Matthias Guck

    Das Bäuleinhatte seit 2009 einen subjektiv hohen Rang innerhalb der Wohngemeinschaft von Maria Bildhausen. Damals wurden dort einen Kiosk für die Betreuten des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) und daneben ein Freizeitraum eingerichtet, in dem man sich abends traf, Filme schaute oder Spiele machte. Nach dem Brand vor zwei Jahren empfanden die Bewohner vor Ort das sanierungsbedürftige Gebäude deshalb wie eine "klaffende Wunde". Nach langwierigen Sanierungsarbeiten ist das Gebäude aber nun so gut wie fertig saniert. Am 3. Mai wird es anlässlich der traditionellen Maifeier der Bewohner von Pater Gottfried Scheerer gesegnet.

    Das Haus stammt aus dem 16. Jahrhundert und trägt noch den alten Namen, den ihm die Zisterzienser einst gaben. Erst in den 1980er Jahren wurde es außen renoviert. 2009 packten dann zahlreiche Helfer ehrenamtlich mit an, um das Innere des historischen Gebäudes für die Bewohner herzurichten. So entstand ein Ort der Begegnung innerhalb der Dominikus-Ringeisen-Gemeinschaft. Umso schmerzlicher war es dann, dass durch die Flammen ehrenamtliche Leistung derart ausgelöscht wurde.

    Rund eine Million Euro für den Aufbau

    Was genau den Brand auslöste, konnte seinerzeit nicht zweifelsfrei geklärt werden. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten damals monatelang an, blieben aber letztendlich ohne Ergebnis. Das Gebäude wurde von dem Feuer unterschiedlich stark in Mitleidenschaft gezogen. Während zum Beispiel der vordere Teil mitsamt dem Dach ausbrannte, blieb der hinter Teil von den Flammen weitgehend verschont.

    Die Aufbauarbeiten, für die damals eine Million Euro angesetzt wurde, haben nun gut zwei Jahre gedauert- nicht zuletzt wegen der aktuellen Hochkonjunktur im Handwerk, sagt Pressesprecher Matthias Guck. Aber es galt bei den unterschiedlichen Maßnahmen auch technische Herausforderungen zu meistern, denn im Bäulein standen einst Trafostation und Notstromversorgung. Zudem führten die Glasfaserkabel für die Telekommunikation von dort aus sternförmig zu den einzelnen Gebäuden. 2017 überlegte man, ob die Trafostation ausgegliedert werden könne. Ein eigenes Gebäude als neues technisches Versorgungszentrum zu bauen, wäre jedoch sehr viel teurer gekommen, hatte die DRW-Leitung seinerzeit errechnet. Die Trafostation wurde nun wieder im Gebäude eingebaut, sagt Pressesprecher Guck. Bis jedoch das gesamte Versorgungsnetz wieder in Gang kommt, werden noch zwei Wochen vergehen, schätzt er. 

    Nach dem Brand im April 2017: die frühere Kegelbahn (vorn) und das Bäulein im Hintergrund. Foto: Archiv Isolde Krapf

    Spaß in neuen Räumen

    Die neuen Räume seien sehr schön geworden. Zum einen ist da ein großer Veranstaltungs- und Aufenthaltsraum für die Bewohner, mit einem Zugang zum Abteigarten. Daneben befindet sich ein Clubraum mit einer kleinen Bäckerei, Internetzugang und einem Hotspot. Am Kiosk gibt's Kaffee und so manch andere Kleinigkeit.

    Die frühere Kegelbahn, die aus den 1980er Jahren stammte und komplett ein Raub der Flammen wurde (siehe Bild), wurde freilich nicht mehr aufgebaut. Dafür will man, integriert in den Abteigarten, einen Laubengang anlegen. Für die Hausbewohner soll dieser nämlich gleichfalls zum sozialen Miteinander beitragen. Denn es wird dort eine Art überdachte Veranda geben, auf der man im Sommer schön zusammensitzen oder auch mal grillen kann, sagt der Pressesprecher.

    Maifeier für geladene Gäste

    Die Maifeier am 3. Mai um 17 Uhr ist nur für geladene Gäste, sagt Guck. Das werden jedoch schon ein paar hundert sein, darunter DRW-Verantwortliche, Politiker, Spender und Förderer , sowie zahlreiche der 200 Helfer, die seinerzeit in der Brandnacht vor Ort waren. Mit dabei sind an diesem Nachmittag übrigens auch die Bildhäuser Blechtrommler.

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