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    Bad Kissingen

    Kissinger SPD-Kandidaten: Kay Blankenburg geht nicht so ganz

    Die Bewerberliste der Kissinger SPD ist komplett. Einen OB-Kandidaten hatten die Sozialdemokraten mit Dirk Vogel schon. Jetzt stehen auch die 30 Stadtratskandidaten fest.
    OB will er nicht noch einmal werden, Stadtrat aber schon: Kay Blankenburg (links) steht wieder auf der SPD-Kandidatenliste für den Kissinger Stadtrat. Unser Bild zeigt ihn mit Dirk Vogel, der von ihm das Oberbürgermeisteramt übernehmen will, aber nicht auf der Liste steht. Foto: Siegfried Farkas

    Ohne große Worte hat jetzt der Bad Kissinger SPD-Ortsverein seine Kandidatenliste für die Stadtratswahl im März vorgestellt. Die Liste weist zwei Besonderheiten auf: Kay Blankenburg, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr Oberbürgermeister sein will, steht als Bewerber drauf. Dirk Vogel, der für die Sozialdemokraten als Nachfolger Blankenburgs OB werden soll, steht nicht drauf. 

    Vogel stammt zwar aus Bad Kissingen, aber beruflich hat es ihn bereits vor einiger Zeit ins benachbarte Hessen verschlagen. Diese Bindung wird er im Falle einer Niederlage nicht aufgeben. Im Grunde verzichtet die SPD damit aber auf die Chance, für die Stadtratsliste von einem guten Ergebnis des OB-Kandidaten zu profitieren, wenn der auch mit drauf steht.

    Bisheriger OB auf Platz 9

    Vielleicht kann ja Blankenburg das ausgleichen. Ihn hat die SPD auf Listenplatz neun eingereiht. Zusammen mit der parallelen Kandidatur für den Kreistag setzt das ein kleines Zeichen gegen regelmäßig wiederkehrende Gerüchte, Blankenburg wolle sich nach Ablauf seiner Amtszeit umgehend Richtung Bamberg verabschieden.

    Förmlich aufgestellt worden ist die Liste nach Angaben von Bernd Czelustek, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Stadtrat, jetzt in Hausen. Die Sozialdemokraten bezeichnen ihre Liste in dessen Mitteilung selbst als "bunte Mischung, die ein breites Spektrum der Bevölkerung" widerspiegle.

    Drei Altgediente treten nicht mehr an

    Nicht mehr zur Wahl antreten werden drei der bisherigen Stadträte: Karin Reinshagen, Klaus Lotter und Reinhard Höhn. Jene SPD-Ratsmitglieder, die es noch einmal wissen wollen, tun dies in der Regel von günstigen Listenplätzen aus. Neu unter die ersten Zehn auf der Liste eingereiht haben sich Vorstandsmitglied Maren Schmitt auf Platz 6 und Claudia Lachmann, die Vorsitzende des TSV Bad Kissingen, auf Platz 8.

    Eine Besonderheit bietet auch Platz zehn der Liste: Den nimmt Michael Heppes ein. Er war vor sechs Jahren noch als OB-Kandidat der CSU gegen Amtsinhaber Blankenburg angetreten und hatte deutlich verloren. Vor einigen Wochen verließ er im Streit die CSU-Fraktion und schloss sich der SPD-Fraktion an. Ob er von Platz 10 aus eine Chance hat, diesmal für die SPD in den Stadtrat gewählt zu werden, ist schwer einzuschätzen. Bei der für sie insgesamt erfolgreichen Kommunalwahl 2014 kam die SPD auf neun Ratssitze plus OB-Sessel. Für den als OB bestätigten Blankenburg rückte damals von der Liste Christina Scheit nach. 

    Die Liste im Überblick: 1. Bernd Czelustek, 2. Birgit Eber, 3. Tobias Schneider, 4. Christina Scheit, 5. Wolfgang Speyer, 6. Maren Schmitt, 7. Thomas Menz, 8. Claudia Lachmann, 9. Kay Blankenburg, 10. Michael Heppes, 11. Tobias Vogel, 12. Fabian Keller, 13. Michael Brendler, 14. Hamdan Alhussein, 15. Detlef Draga, 16. Gerhard Metz, 17. Petra Görner, 18. Stefan Czelustek, 19. Dr. Frank Orlik, 20. Dr. Gisela Hahn, 21. Fabian Schopf, 22. Wolfgang Görner, 23. Rüdiger Greubel, 24. Elke Altwein, 25. Klaus Schwenk, 26. Felicitas Ganzleben, 27. Michael Eber, 28. Carina Tessari, 29. Gerd Hausmann, 30. Silke Werth.

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