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    Bad Kissingen

    Kommentar: Die Eule im Wahlkampf

    In der Diskussion um den möglichen Verkauf der Gaststätte Zoom Eulenspiegel lassen sich im Wahlkampf Stimmen sammeln, meinen die Grünen. Ob sie sich damit nicht täuschen.

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es - als Erich Kästner dieser sinnige Satz einfiel, hat es den Kreisverband Bad Kissingen der Grünen noch nicht gegeben. Das ist schade, denn von dem berühmten Kinderbuchautoren könnten auch Erwachsene noch etwas lernen.

    In seinem gerne zitierten Spruch deutet Kästner an, dass gute Worte alleine meistens nicht genügen. Wirklich gut wird eine Sache erst, wenn Worte und zugehörige Taten in Einklang stehen. Dieser Einklang ist dem Kreisverband der Grünen und der Liste, die für sie zur Stadtratswahl antritt, in der Diskussion um den möglichen Verkauf der Gaststätte Zoom Eulenspiegel nicht optimal gelungen.

    Was soll der Wähler von dem Versuch, mit der Eule Punkte zu sammeln, halten? Vielleicht lassen sich die denkbaren Reaktionen ja in der Art einer bekannten Quizsendung zusammenfassen. Die Aufgabe lautet, folgenden Satz richtig zu vervollständigen:

    Die grüne Kritik an der Mehrheitsentscheidung ist ...

    • a) ein berechtigtes Anliegen.
    • b) im Wahlkampf halt so üblich.
    • c) mir doch wurscht. 
    • d) versuchter Betrug am Wähler.

    Aus diesen vier Möglichkeiten kann sich im Grunde jeder die aus seiner Sicht treffende Antwort heraussuchen. Falls die Grünen sich über die richtige Antwort nicht ganz sicher sind, hätten wir noch einen Tipp für sie: Das Publikum können wir in diesem Fall nicht als Joker empfehlen. Dessen Zustimmung sollte nach unserer Meinung eher gering ausfallen.

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