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    Bad Kissingen

    Kommunalwahl 2020 in Bad Kissingen: Wer sind die Kandidaten?

    Um die Nachfolge von OB Kay Blankenburg (SPD), der gegen ursprüngliche Ankündigungen keine dritte Amtszeit mehr anstrebt, bewerben sich in Bad Kissingen drei Kandidaten.
    Drei Männer streben bei der Kommunalwahl am 15. März das Amt des Bad Kissinger Oberbürgermeisters an. Foto: Farkas Siegfried

    Lange Zeit sah es für die Oberbürgermeisterwahl in Bad Kissingen nach einer ähnlichen Konstellation aus wie vor sechs Jahren. Amtsinhaber Kay Blankenburg von der SPD erklärte einige Male auf Nachfrage, er stelle sich ein drittes Mal zur Wahl. Doch im Herbst 2019 überlegte er es sich anders. Nun haben die Kissinger die Wahl zwischen drei Bewerbern.

    Wer kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters in Bad Kissingen?

    • Gerhard Schneider (CSU): Der 58-Jährige bringt im Vergleich der Kandidaten die größte Kenntnis der Kissinger Stadtpolitik mit. Er arbeitet seit 30 Jahren im Rathaus, war lange Kämmerer und ist seit vergangenem März Geschäftsleitender Beamter der Stadtverwaltung. Der CSU gehört er ebenfalls bereits seit rund drei Jahrzehnten an.
    • Dr. Dirk Vogel (SPD): Der 42-jährige gebürtige Kissinger bringt ebenfalls kommunalpolitische Vorerfahrung mit, sammelte die aber in Hessen. Dorthin hat es ihn nach Abitur und Studium beruflich verschlagen. Aktuell ist er Büroleiter im Rathaus der Stadt Rüsselsheim. Er baut zwar auf der Arbeit des Amtsinhabers auf, kann aus Sicht der SPD aber auch "manche Dinge neu denken".
    • Peter Eggen (AfD): 64 Jahre alt und pensionierter Finanzbeamter ist der OB-Kandidat der AfD. In Sulzbach am Main geboren, lebt er nach eigenen Angaben bereits seit 1994 in Bad Kissingen. Vor Ort ist Eggen politisch ein unbeschriebenes Blatt. Der Landesverband Bayern der AfD wählte ihn aber im vergangenen September zum Landesschatzmeister.

    Wie ging die Kommunalwahl 2014 in Bad Kissingen aus?

    Die Bad Kissinger Oberbürgermeisterwahl vor sechs Jahren hatte in Kay Blankenburg (SPD) einen klaren Sieger. Bei seiner ersten Wahl 2008 hatte Blankenburg die Stichwahl gegen Alexander Zöller von der CSU nur mit 75 Stimmen Vorsprung gewonnen. 2014 erreichte er gegen Michael Heppes (ebenfalls CSU) dann allerdings stattliche 68,4 Prozent. Bei der Stadtratswahl kam die CSU vor sechs Jahren auf zehn Sitze, die SPD auf neun. Die anderen Sitze gingen an die Demokratischen Bürger Kissingen (DBK, 5), die Freien Wähler (3), Grüne, ÖDP und Bürger für Umwelt (2) sowie an die FDP (1). Weil Heppes und Bernhard Schlereth die Fraktion verlassen haben, hat die CSU zuletzt aber zwei Sitze verloren. Heppes kandidiert diesmal auf der Liste der SPD, Schlereth bei den Freien Wählern.

    Was wollen die OB-Kandidaten 

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    Siegfried Farkas Foto: Angie Wolf
    Durch die überraschende Ankündigung des Rückzugs von Amtsinhaber Kay Blankenburg im Herbst ist die Oberbürgermeisterwahl in Bad Kissingen spannender geworden. Den Amtsbonus hält jetzt wohl CSU-Mann Gerhard Schneider in Händen, weil er als langjähriger Bediensteter der Stadt für Kontinuität steht. Irgendwie steckt er aber in einem ähnlichen Dilemma wie SPD-Kandidat Dirk Vogel. Der müsste, um in der kurzen Zeit, die ihm dafür bleibt, richtig bekannt zu werden, mal kritisch mit der Stadtpolitik der vergangenen Jahre umgehen können. Vogel muss aber Rücksicht auf seinen Parteifreund Blankenburg nehmen. Und Schneider war in der Verwaltung in führender Position selbst an der Politik der jüngeren Vergangenheit beteiligt. Bei der Kandidatur des AfD-Mannes Peter Eggen geht es möglicherweise weniger um den OB-Sessel selbst und eher um Schub für die ebenfalls zum ersten Mal aufgestellte Stadtratsliste der Rechtsaußenpartei.

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