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    BAD KISSINGEN

    Leserforum: Rechtsverstoß?

    Bereits vor anderthalb Jahren habe ich in zwei Leserbriefen darauf hingewiesen, dass es bis heute noch keine Übersicht über die Kosten für den Brunnen gibt. Auch auf eine Nachfrage bekam ich keine Aussage zu den Betriebskosten und wann es eine genaue Erklärung gibt. Nun hat Stadtrat Richard Fix endlich mal nachgefragt, wie hoch eigentlich die Kosten sind und auch wohl darauf plädiert diese Angaben nicht im sogenannten nichtöffentlichen Teil, sondern öffentlich besprochen werden sollten. Toll! Es ist schon schwer verständlich das Stadtrat Fix im öffentlichen Teil der Sitzung keine oder nur unvollständige Antworten erhielt. Solche Ausgaben haben nämlich nichts hinter verschlossenen Türen zu suchen, denn der Bürger hat ein Recht auf diese Kosten und dass sie deshalb auch öffentlich dargelegt werden.

    Der Kämmerer der Stadt Herr Schneider nennt laut dem Artikel die Kosten für Wartung und Reinigung von 50 000 bis 65 000 Euro. Stadtrat Thomas Menz stellte zudem völlig zu Recht fest, dass die Erhaltungskosten des alten Brunnens wegen seines maroden Zustandes natürlich höher geworden wären. Diese Mehrkosten dafür entfallen aber nun.

    Die Stadtwerke erhalten für technische Wartung und Reinigung diese 65 000 Euro, was bedeutet, dass die Kosten für den Beamer und sonstige Technologien, zusätzliche Wartung und Reparaturen überhaupt nicht in den Gesamtkosten enthalten sind. Ebenfalls unvorstellbar für mich, dass die Produktionskosten für einen dieser Filme die über die Beamer-Show laufen nur 1000 Euro/Minute kosten. Dafür macht sich heute keine Firma mehr die Arbeit. Die Staatsbad GmbH lässt ja auch einen Film über den Beamer ausstrahlen, dessen Kosten angeblich bei 40.000 Euro lag.

    Um Kosten einzusparen, würde ich der Stadt empfehlen den Brunnen im Winter abzuschalten und im Sommer die Laufzeit auf 23.00 statt 0.00 Uhr zu verkürzen. Wenn Stadträte sich mal die Mühe machen würden nach 22.00 Uhr einen Blick auf den Brunnen zu werfen, dann würden sie feststellen, dass sie ziemlich alleine da stehen. Am meisten hätten man sparen können, wenn man die Elektronikeffekte (BEAMER, Wasserspiele usw.)die immense Reparatur-und Wartungskosten nach sich ziehen und kaum Besucher locken, weggelassen hätten. Ich glaube das Menz, Fix und andere Stadträte mit einem neuen Brunnen mit toller LED Tag- und Farbbeleuchtung und einer kostenübersichtlichen Musikbeschallung, die vor allem nicht von einer, sondern von allen Seiten zu einem Erlebnis wird, auch mehr als zufrieden damit hätten leben können.

    In der jetzigen Phase halte ich es weiterhin für unverschämt, dass die Stadt die Gesamtkosten für den Brunnen, die sicherlich sechsstellig sein dürfte uns Bürgern vorenthält und diese nur in einem nichtöffentlichen Teil bekannt gibt. Es sollte überprüft werden, ob hier nicht ein Rechtsverstoß vorliegt.

    Franz-Peter Potratzki

    97688 Bad Kissingen

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