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    Bad Kissingen

    Luitpoldbad: Innenhof wird Spielstätte für Musical

    Mit dem Innenhof des Behördenzentrums im Luitpoldbad hat Bad Bad Kissingen einen eindrucksvollen Veranstaltungsort hinzugewonnen. Foto: Siegfried Farkas

    Eliza Doolittle hat eine besondere Beziehung zu Bad Kissingen. Sie war schon mehrfach da. Das Blumenmädchen ist die Hauptfigur des Musical-Klassikers My Fair Lady, der in Bad Kissingen schon zahlreiche Aufführungen erlebt hat. Und wenn Eliza Doolittle im August 2020 wiederkommt, trägt sie sogar dazu bei, eine schmerzhafte Lücke zu füllen.

    Bei dieser Lücke handelt es sich um den Innenhof des Luitpoldbades, mit dem Bad Kissingen nach dem Abschluss der Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Badehauses zum Behördenzentrum im Herbst 2017 einen eindrucksvollen Spielort dazugewonnen hat. Genutzt werden die neuen Möglichkeiten bis jetzt je nach Gelegenheit, also eher punktuell. My Fair Lady könnte dazu beitragen, dass aus der punktuellen eine strukturelle Nutzung wird.

    Bad Kissinger Festspiele

    Wie die Staatsbad GmbH und die im oberhessischen Gemünden/Wohra ansässige Depro Dienstleistungen GmbH per Pressemitteilung jetzt ankündigten, planen sie gemeinsam für August 2020 Bad Kissinger Festspiele mit dem Musical. Spielort soll der bis jetzt nur gelegentlich für Feste oder Open-Air-Konzerte genutzte Innenhof des Behördenzentrums werden.

    Die für Bad Kissingen geplante Inszenierung von My Fair Lady lief vor fünf Jahren bereits in Amöneburg. Foto: Stephan Schuchardt

    Bad Kissinger Festspiele, was das genau heißen wird, das stellen Kurdirektorin Sylvie Thormann und Veranstaltungsleiter Bruno Heynen von der Staatsbad GmbH sowie Michael Deuker, Geschäftsführer der Depro Dienstleistungen GmbH, in ihre gemeinsamen Mitteilung noch nicht genau fest. Das Projekt ist wohl auch noch nicht bis ins allerletzte Detail ausgeplant. Auf Nachfrage bestätigt Anna Zimmermann, zuständige Projektleiterin bei Depro aber, dass "mindestens zehn Aufführungen" des Musicals, vielleicht auch mehr, zu erwarten sind.

    Vor fünf Jahren bereits in Amöneburg gespielt

    2014 ist die von Peter Radestock inszenierte Produktion bereits bei den Schlossfestspielen im mittelhessischen Amöneburg aufgeführt worden. Das Ensemble jener Produktion komme 2020 in Bad Kissingen wieder zusammen, teilen Staatsbad GmbH und Depro mit. Nach Berichten hessischer Medien von damals wurde das Musical auch im kleineren Amöneburg zehnmal aufgeführt.

    Spielen sollen in Bad Kissingen: Christin Deuker in der Hauptrolle der Eliza Doolittle, Manfred Gorr als Professor Henry Higgins. Und David Gerlach als Oberst Pickering. Regisseur Radestock tritt auch als Schauspieler in Erscheinung. Er spielt Elizas Vater.

    Schon lange an Bad Kissingen interessiert

    "Wir haben Bad Kissingen bereits seit einigen Jahren für eine solche Open-Air-Produktion ins Auge gefasst", wird Michael Deuker in der Pressemitteilung zitiert. Sollten die ersten Bad Kissinger Festspiele der erhoffte Erfolg werden, strebt die Depro Dienstleistungen GmbH nach eigenem Bekunden ein weiteres Engagement in den Folgejahren an. Das deutete sich bereits vor einigen Wochen in ganz anderem Zusammenhang an.

    Als die Veranstalter der Sachs Franken Classic kürzlich die 20. Ausgabe ihrer Oldtimer-Rallye präsentierten, stellten sie Michael Deuker mit vor. Der fuhr nicht nur selbst mit, sondern wird nach dem Abschied von Sachs mit seinem Unternehmen die Rolle des Namensgebers für die Rallye übernehmen. Und diese Zusammenarbeit, so hieß es damals, ist längerfristig angelegt. Schon bei dieser Gelegenheit war auch von den Plänen die Rede, sich als Veranstalter in Bad Kissingen zu engagieren.

    Was George Bernard Shaw in Kissingen tat

    Ach ja, und Eliza Doolittles Verbindung zu Bad Kissingen reicht natürlich weiter zurück, als bis zur Uraufführung von My Fair Lady im Jahr 1956. Das Blumenmädchen ist nicht nur die Hauptfigur des Musical-Klassikers, sondern auch von George Bernard Shaws Komödie Pygmalion, an dessen Handlung er sich orientiert. Die ersten Druckfahnen dieses Stücks, das nach seiner Uraufführung 1913 in Wien ebenfalls zum Welterfolg wurde, hat Shaw bei welcher Gelegenheit korrigiert? Im August 2012, beim Aufenthalt mit Frau und Schwägerin in Bad Kissingen.

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