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    BAD KISSINGEN

    Mit dem Freizeitbus zum Ellertshäuser See

    Die Freizeitbusse der Rhön-Landkreise werden gut genutzt. Foto: C. Schikora

    Die Freizeitbus-Linien in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld (Saaletal-, Sinntal- und Streutalbus, sowie Hochrhönbus) haben sich bewährt. Vor allem der Bäderlandbus ist für Einheimische und Gäste hochinteressant, denn er steuert auf seinem Weg durch zwei Landkreise auch die fünf Badeorte der Region an. Wenn alles nach Plan verläuft, wird heuer sogar eine weitere Linie eingerichtet, die aber zunächst an Wochenenden und Feiertagen im Probebetrieb laufen soll, hieß es im jüngsten Kreis-Wirtschafts- und Umweltausschuss.

    Vor kurzem erst wurde der neue Freizeitbus von Hammelburg über Bad Kissingen zum Kreuzberg vorgestellt – eine Linie, die zunächst für zwei Jahre aktiviert wurde. Dieses Angebot brachte offenbar auch anderen Interessenten im Landkreis auf den Geschmack. Aus dem Wirtschafts- und Umweltausschuss heraus hatte man angeregt, auch für den östlichen Landkreis eine solche Buslinie auszuloten.

    Anschluss an Bus und Bahn

    In der Sitzung am Montag wurde prompt der Entwurf für eine Strecke vorgestellt, die von Bad Kissingen bis zum Ellertshäuser See führen soll. Unterwegs hätten Mitreisende unter Umständen auch die Möglichkeit, in Rottershausen mit dem Zug Richtung Schweinfurt oder Bad Neustadt weiterzufahren. Die genaue Route würde von der Kurstadt über den Stadtteil Arnshausen, Oerlenbach und Rottershausen, dann weiter über Rannungen, Maßbach und Volkershausen, Richtung Ellertshäuser See führen.

    Kreisentwickler Jürgen Metz stellte sogar schon einen Fahrplan-Entwurf vor. Daraus ist ersichtlich, dass nicht nur die Anschlüsse an verschiedene Züge, sondern auch an die anderen Freizeitlinien gesichert sind. Kreisrat Matthias Klement begrüßte das neue Engagement des Kreises in seiner Eigenschaft als Maßbacher Bürgermeister ganz besonders.

    Denn schließlich gehört seine Kommune der Allianz Schweinfurter Oberland an, zu der letztendlich auch der Ellertshäuser See gehört. Gefallen würde ihm jetzt noch, wie er sagte, dass man bei der Werbung für den neuen Bus auch gleich Werbung für das Maßbacher Freibad macht. Klement: „Denn vielleicht steigen dann ein paar Gäste in Maßbach aus und bleiben bei uns im Schwimmbad.“

    Auch der Poppenläurer Kreisrat Achim Bieber wollte mögliche Chancen für die Zukunft nutzen und fragte, ob der Bus nicht auch in Poppenlauer halten könnte. Das Projekt sei noch am Anfang, deshalb sei noch vieles möglich, entgegnete Wirtschaftsförderer Metz.

    Von Juni bis September

    Mit dem Landkreis Schweinfurt sei man in Kontakt. Auch der Landkreis Rhön-Grabfeld soll in die neue Planung noch mit einbezogen werden. Drei Fahrtenpaare könnte man eventuell anbieten, so Metz weiter. Ab den Pfingst- und bis Ende der Sommerferien 2019 soll die neue Route an insgesamt 30 Verkehrstagen, allerdings nur samstags, sonntags und feiertags erprobt werden. Denn schließlich kann man im Voraus nicht wissen, wer und wie viele Leute in den Bussen mitfahren werden. Im Herbst will die Kreisverwaltung dann die Ergebnisse sichten und Bilanz ziehen. Erst dann könne man entscheiden, ob die Linie dauerhaft aufgenommen wird und auch Eingang in die Werbeprospekte nehmen soll, sagte Metz.

    Für die Bestellung dieser Linienfahrten würden zwischen Juni und September Kosten in Höhe von insgesamt rund 20 000 Euro anfallen. Die Ausschussmitglieder stimmten alle zu. Jetzt geht es zunächst darum, bei der Regierung von Unterfranken die entsprechende Genehmigung zu erhalten, so dass der Bus noch im Juni 2019 an den Start gehen kann.

     

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