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    Aura an der Saale

    Neue Straße, neue Lampen

    Das Straßenleuchten-Modell "Avanza" Foto: Fotomontage Winfried Schmitt

    Die neu gestaltete Hauptstraße sollen auch neue Straßenleuchten schmücken. Dabei geht es weniger um das Ambiente, das natürlich willkommen ist, sondern mittelfristig vor allem um die Stromkosten, die Aura einsparen will. Winfried Schmitt vom Bayernwerk legte dem Gemeinderat dazu mehrere Vorschläge, inklusive der voraussichtlichen Kosten vor. So käme eine komplette LED-Leuchten-Ausstattung, je nach Ausführung, auf 46 000 bis 52 000 Euro. Den Austausch der Köpfe in so genanntem Gelblicht an den Peitschenmasten errechnete Schmitt auf ca. 25 000 Euro.
    Bürgermeister Thomas Hack (CSU) plädierte gegen die "minimalistische Variante", zumal einige Bewohner der Hauptstraße ihn um "gutes Licht" baten. Sein Stellvertreter, Alfred Graser, neigte mehr der Umrüstung zu, weil sie Geld spare.
    Dagegen sprach sich Hans-Jörg Kaiser aus. "Jetzt erneuern wir die Straße, und wollen sie in den nächsten Jahren nicht wieder aufreißen", argumentierte er. Auch Martin Kaiser glaubt, "Die Entwicklung holt uns ein, aber irgendwann müssen wir Neues kaufen". Hacks Vorschlag, das Modell "Avanza" mit einem LED-Kopf zu installieren, fand gegen zwei Stimmen die Mehrheit im Gemeinderat. Berater Schmitt legt in nächster Zeit ein konkretes Angebot vor.
    Dagegen befürwortete das Gremium einstimmig das Angebot des Bayerischen Gemeindetags zur Bündelausschreibung bei der Strom-Beschaffung in den Jahren 2017 bis 2019. Eine breite Zustimmung erspart den Kommunen Geld, da der Gemeindetag Rabatte aushandeln konnte. Ob Aura mit Bio- oder Normal-Strom beliefert werden soll, entscheidet der Rat später.
    Auch zur Steuerverschuldung Auras nahm der Bürgermeister Stellung. Die Aktion der freiwilligen Vorauszahlungen für die Wasser-, Abwasser- und Straßenausbau-Beiträge seien "unter dem Strich positiv in der Auraer Bevölkerung aufgenommen worden", berichtete er und fügte hinzu, "wahrscheinlich deshalb weil die Anwohner größere Summen erwartet haben". "Eine Abklärung im Vorfeld ist in aller Ruhe möglich, da wir noch zwei Jahre Zeit haben."

    Verschuldung steigt

    Die Verschuldung steigt zum Ende des Jahres - bedingt durch die zahlreichen Baumaßnahmen - auf rund 760 000 Euro, die Rücklagen betragen zu diesem Zeitpunkt 475 000 Euro. Die Gemeinde kann heuer mit Steuereinnahmen von geschätzten 607 000 Euro rechnen. Die Schlüsselzuweisungen belaufen sich voraussichtlich auf 291 000 Euro. Keine Einwände gab es gegen den Bauantrag von Heike und Oliver Laak, die eine Dachgaube in ihr Wohnhaus einbauen wollen. Auch die Bauvoranfrage von Timo Albert beschieden die Räte positiv. Der Bauwerber plant die Errichtung einer Mehrzweckhalle an der "Schrenk" und damit verbundenen Abbruch eines Altgebäudes. Die Halle soll kein Gewerbe beherbergen, sondern ein Multifunktionshaus mit Wohnung sein.

    Winfried Ehling

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