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    BAD KISSINGEN

    Rossini: Wirklich eine nette Geste?

    Wie oft haben wir es in den letzten Wochen erlebt, dass ein Dirigent (oder ein Solist) freudestrahlend seinen Blumenstra...

    Wie oft haben wir es in den letzten Wochen erlebt, dass ein Dirigent (oder ein Solist) freudestrahlend seinen Blumenstrauß an eine Musikerin in der Nähe überreicht. Eine nette Geste?

    Nicht unbedingt! Sondern Entsorgung. Denn was kann ein Dirigent mit den Blumen anfangen? Er muss sie mit ins Hotel nehmen, wo er natürlich keine Vase findet. Und hat er eine, muss er am nächsten Morgen schauen, wie er die Blumen ins Flugzeug bringt, um sie am Ziel dann doch wegzuschmeißen.

    Natürlich hat die bedachte Musikerin dieselben Probleme: keine Vase im Hotel, und im Flieger oder Bus... Es müsste nur mal passieren, dass eine Musikerin die Annahme des so gut gemeinten Geschenks ablehnt. Dann könnten wir einen Dirigenten oder Solisten erleben, der durch das Orchester irrt und einen willfährigen Abnehmer sucht.

    Was die Entsorgungstheorie stützt? Eine einfache Beobachtung: Die Bocksbeutel behalten die Dirigenten und Solisten in aller Regel – es sei denn, sie trinken keinen Alkohol. Denn mit denen kann man auch im Hotel schon etwas anfangen, wenn man sie eine Stunde zum Kühlen in die Minibar legt. Seit die Flaschen Schraubverschlüsse haben, ist die Sache noch einfacher geworden. ta

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