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    Schloss Aschach auf neuen Wegen

    Der Bezirk ist Träger der drei Museen auf Schloss Aschach: Volkskunde-, Schul- und Luxburg-Museum, das zurzeit umfassend saniert wird. Späths Vorschläge basieren auf einer Untersuchung von Professor Konrad Schliephake. Studenten des Würzburger Kulturgeographen befragten im September und Oktober 2005 sowie im April und Mai dieses Jahres 322 Museumsbesucher. Angeregt von Schliephakes recht konkreten Vorstellungen, entwarf Späth eigene Ideen.

    Der bedeutendste Vorschlag sieht vor, dass die Museumskasse vom abgelegenen Eingang des Luxburg-Museums in den großen Torbogen des Innenhofes verlegt wird. Hier im Torbogen könnte zudem ein Museums-Shop entstehen. Schliephake hatte in der Sitzung unterstrichen: "Wir brauchen unbedingt einen Museums-Shop."

    Auch mit einem weiteren Punkt griff Späth eine Anregung Schliephakes auf. Dessen Untersuchung hatte ergeben, dass nur einer der Befragten, der mit der Postkutsche von Bad Kissingen nach Aschach gekommen war, auch die Museen besucht hatte. Deshalb sollte, so Schliephake und Späth, die Fahrkarte für die Postkutsche gleichzeitig die Eintrittskarte für die Museen sein. Die Kombi-Karte würde zwar um etwa drei Euro teurer sein, aber trotzdem akzeptiert, zeigten sich Beide überzeugt.

    Um dem Bedürfnis nach mehr Informationen nachzukommen, schlugen Späth und Schliephake dezente Beschilderung im Außenbereich vor. Für Innen sei ein Audio-Guide - also eine Führung per Kopfhörer - denkbar. Diesen Vorschlag unterstützte auch Dr.  Hanswernfried Muth, der Ende 2005 seine jahrzehntelange Tätigkeit als wissenschaftlicher Leiter der drei Museen niedergelegt hatte und jetzt von Bezirkstagspräsident Albrecht Graf von Ingelheim verabschiedet wurde.

    Außerdem mahnte Schliephake für die Buslinie nach Aschach eine klarere Markierung der Haltestelle in Bad Kissingen an. Bezirksrätin Karin Renner regte an, die in und um Bocklet sehr zahlreichen Radfahrer ins Aschacher Angebot einzubeziehen.

    Museumsleiterin Späth schlug zudem vor, dass das Volkskundemuseum von der Zehntscheune in die neue Museums-Scheune ziehen könne. Die Zehntscheune könne dann für Sonderausstellungen genutzt werden. CSU-Bezirksrat Klaus Bittermann fragte, ob man das Volkskundemuseum überhaupt brauche. "Ist es nicht besser, alles aufs Luxburg-Museum zu konzentrieren?"

    Zunächst konzentrierten sich alle Bezirksräte nebst Bocklets Bürgermeister Wolfgang Back, Kurdirektor Thomas Beck und Landrat Thomas Bold auf den Hauptkonservator der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in München, Dr.  Kilian Kreilinger, der das neue Museumsdepot offiziell einweihte. Die 14-jährige Valerie Heuring aus Hausen spielte hierzu virtuose Marimba-Musik. Das Depot in der Schlossmühle selbst war bereits im September 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Von unserem Redaktionsmitglied FRANK KUPKE

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