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    RANNUNGEN

    Sich beim Tanzen frei entfalten

    Das macht Kindern Spaß: Kreativ tanzen und sich an den Bewegungen erfreuen.
    Das macht Kindern Spaß: Kreativ tanzen und sich an den Bewegungen erfreuen. Foto: Ina Kiesel
    Das macht Kindern Spaß: Kreativ tanzen und sich an den Bewegungen erfreuen.
    Das macht Kindern Spaß: Kreativ tanzen und sich an den Bewegungen erfreuen. Foto: Ina Kiesel

    Kinder bewegen sich gern zu Musik und lernen darüber ihren Körper besser kennen, sagt Ina Kiesel. Die ausgebildete Tanzpädagogin (Deutsches Institut für Tanzpädagogik) glaubt, dass Mädchen und Buben sich in der tänzerischen Bewegung ausdrücken lernen und so ihre Entfaltungsmöglichkeiten ausloten können. Die 45-Jährige lebte längere Zeit in Berlin, bevor sie mit ihrem Mann und den drei Kindern vor zwei Jahren nach Rannungen zog. In der Landeshauptstadt hatte sie ein eigenes Tanzstudio. Jetzt möchte sie, in einem anderen Rahmen, auch hier beruflich Fuß fassen.

    In der freien Szene unterwegs

    Ina Kiesel hat sich ausprobiert. Nach der Schule studierte die gebürtige Osnabrückerin zunächst einige Semester Germanistik. Später absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin in Berlin und machte 2002 den Abschluss. Doch immer wieder zog sie auch das Tanzen in den Bann. „Schon seit meiner Kindheit bin ich vom Tanzen begeistert“, sagt die Wahl-Rannungerin. 1996 hospitierte sie bei Gregor Zöllig, einem in Fachkreisen renommierten Schweizer Tänzer und Choreografen, der damals noch seine eigene Tanz-Compagnie hatte und später das Tanztheater Osnabrück leitete. Sein Markenzeichen: innovative Tanzstile.

    Immer wieder war sie in der „freien Szene“ in Münster unterwegs, wie die 45-Jährige das nennt. Unter anderem tanzte sie beim Kammertheater „Der kleine Bühnenboden“ und beim Theater „Exit“. 1998 probierte sie sich tänzerisch in Wien bei Chris Haring aus, jenem preisüberhäuften österreichischen Tänzer und Choreografen, der mit dem Ensemble „Liquid Loft“ berühmt wurde. 2002 war sie die Choreografin des Trommeltheaters im Kreativhaus in Berlin. Spätestens da war ihr klar, dass sie das Tanzen in ihre berufliche Laufbahn integrieren muss.

    Thematisch liegen die Schwerpunkte ihres Tanzunterrichtes im Bereich des zeitgenössischen Tanzes, der Improvisation und des Balletts – Stile und Techniken, die sie jetzt in den Tanzklassen für Kinder und in der Jugendarbeit sehr gut anwenden kann. Im Oktober 2014 gab sie in Rannungen den ersten Tanzkurs für Mädchen und Buben. Dann kam die Babypause. Jetzt will Ina Kiesel wieder zur ihrer alten „Berufsleidenschaft“ zurückfinden.

    Im Februar kann?s also nun wieder losgehen: Jeden Donnerstag können sich Vier- bis Sechsjährige von 15 bis 15.45 Uhr und danach Sieben-bis Neunjährige von 16 bis 17 Uhr bei ihr im Unterricht tänzerisch ausprobieren. Der Unterricht findet im Gymnastikraum des Sportheims statt. Die Mädchen und Buben lernen bei ihr etwas über die Anatomie des eigenen Körpers, über die Koordination, über sinnliche Wahrnehmung und darüber, eigene Ideen ins Tanzgeschehen mit einzubringen, sagt die Tanzpädagogin.

    Soziale Kompetenz erlernen

    Die Kinder können so reflektieren, welche Möglichkeiten des Ausdrucks sie haben. Zudem lernen sie, dass es wichtig ist, manchmal die Führung zu übernehmen, aber auch anderen zu folgen, so Kiesel weiter. „Im Prinzip geht es dabei auch um das Erlernen sozialer Kompetenz.“ Tanzen ist für Kinder wichtig, davon ist die Pädagogin überzeugt. Deshalb möchte sie langfristig versuchen, auch in Kindergärten Kurse anzubieten.

    Infos und Anmeldung: Ina Kiesel, DiT-Studio Franken, Tel. (0 97 38) 8 59 80 06,

    sowie unter www.inakiesel.de.

    Tanzpädagogin Ina Kiesel bei ihrer Arbeit mit den Kindern.
    Tanzpädagogin Ina Kiesel bei ihrer Arbeit mit den Kindern. Foto: Ina Kiesel
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