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    MAßBACH

    Standpunkt: Judith Dekants absoluter Sieg

    Dafür, dass Judith Dekant zunächst nicht als Kandidatin antreten wollte, ist sie ganz schön durchgestartet. Sie erreichte zwar eine knappe absolute Mehrheit. Aber vorläufige 50,20 Prozent der Wählerstimmen abzuräumen, ist ein beachtliches Ergebnis für jemanden, der gleich gegen zwei Konkurrenten antrat, der den Amtsinhaber bei 33,07 Prozent zurücklässt – und noch dazu eine Frau ist!

    Vielleicht war Dekants Wahlergebnis von 2014 schon ein Vorzeichen: Die 64-Jährige konnte damals nämlich das beste Ergebnis unter allen Gemeinderäte einfahren. Diesen Vertrauensvorschuss der Wähler hat sie offenbar ernst genommen. Denn das vorläufige Ergebnis vom Sonntag zeigt, dass die Bürger ihre transparente Politik als Zweite Bürgermeisterin zu schätzen wissen. Dass Egon Klöffel auf jeden Fall um sein Amt bangen, es möglicherweise abgeben muss, hatte man erahnen können. Denn zum einen hatte der 56-jährige bisherige Amtsinhaber längst den christsozialen Rückhalt in seiner Heimatgemeinde verloren. Auch die Wählergemeinschaft Thundorf stellte sich gegen ihn und nominierte lieber Edwin Braun. Dieser mischte nun schon zum zweiten Mal bei der Bürgermeisterwahl mit. Man hätte erwarten können, dass dies sein Ansehen stärkt. Er fuhr jedoch das schlechtestes Wahlergebnis ein, was ihn, als Klöffels Gegenspieler, doppelt schmerzen dürfte.

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