• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Wie Kissinger Handel und Gastronomie sich digital neu vermarkten

    Bad Kissingen hat sich auf den Weg gemacht, digitale Einkaufsstadt zu werden. Fertig ist das staatlich geförderte Projekt noch nicht, aber schon online und ganz gut entwickelt.
    Ein Schwerpunkt des neuen digitalen Angebots liegt auf dem Einzelhandel. Foto: Siegfried Farkas

    In der Welt des Digitalen tritt Bad Kissingen seinen Besuchern mit einem neuen Angebot entgegen. Auf dem Portal www.badkissingen-erleben.de stellt Pro Bad Kissingen die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kurstadt im Bereich Einzelhandel und Gastronomie ins Schaufenster. Bad Kissingen ist damit Teil eines Modellprojekts des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, das Digitale Einkaufsstadt Bayern heißt.

    Klaus Bollwein, der das Portal jetzt als Geschäftsführer von Stadtmarketing Pro Bad Kissingen dem städtischen Wirtschaftsausschuss vorstellte, betonte auf Nachfrage zwar mehrfach, dass es sich bei www.badkissingen-erleben.de eigentlich noch um eine Art Baustelle handelt. Das Portal sei noch nicht fertig. Deshalb gebe es auch keine große Werbung dafür. Das Portal ist aber bereits seit zwei Monaten online. Und für eine Baustelle ist es auch bereits ziemlich lebendig. Man kann bereits gut erkennen, wohin das Projekt in diesem Jahr bis zu seinem Abschluss noch führen soll.

    Förderung durch das Wirtschaftsministerium

    Informationen über Kissinger Sehenswürdigkeiten bietet das Portal ebenfalls. Foto: Farkas

    Möglich geworden ist der ansehnliche Start, weil die Werbegemeinschaft der Stadt erst einmal ihre Mitgliedsbetriebe angesprochen hat. Auf diese Weise habe das Portal mit nahezu 100 Einträgen aus dem hauptsächlich innerstädtischen Bereich beginnen können. 150 bis 200 Unternehmen, hofft Bollwein, sollen im Lauf des Jahres noch hinzukommen. Auch der Gedanke, möglichst alle Betriebe geeigneter Branchen in dem Portal zumindest mit einem Grundeintrag zu listen, ist nicht aufgegeben. 

    Ein Schwerpunkt des neuen digitalen Angebots liegt auf dem Einzelhandel. Foto: Farkas Siegfried

    Seine inhaltliche Prägung hat das Portal nach Bollweins Worten von Stadtmarketing Pro Bad Kissingen erhalten. Umgesetzt habe das Projekt eine Schweinfurter Werbeagentur.

    Registriert werde das Angebot bereits. Richtig groß vorstellen will die Werbegemeinschaft das Portal aber erst, wenn es weiter entwickelt ist. Noch kommt regelmäßig etwas hinzu. Demnächst, sagte Bollwein am Dienstag, stehe der "English-Button" an. Die Übersetzung  der Texte ins Englische liege bereits vor. Bad Kissingen muss eben international sein. Fernziel sei zudem, einmal die Region und die besonderen Merkmale des gemeinsamen Oberzentrums Bad Kissingen/Bad Neustadt abzubilden.  

    Auffällige Vielfalt

    Das Hauptmerkmal des neuen Portals ist nicht nur seine Hinwendung zu Einzelhandel und Gastronomie. Was darüber hinaus daran auffällt, ist die Vielfalt der angebotenen Informationen. Die 260 000 Gäste Bad Kissingens pro Jahr, die Pro Bad Kissingen damit unter anderem ansprechen will, finden nämlich längst nicht nur Hinweise auf Geschäfte und Gastronomen. 

    Bad Kissingens großes gastronomisches Angebot ist ein wichtiges Thema des neuen Portals. Foto: Siegfried Farkas

    Zum Erleben der Stadt gehören auf www.badkissingen-erleben.de auch Grunddaten und Bilder wesentlicher Sehenswürdigkeiten. Besucher sollen auch nicht einfach nur Shoppen gehen, sondern sie finden auch Hinweise auf Erlebnistouren. Bis jetzt sind das nur zwei. Im Rahmen der Fertigstellung sollen es aber noch mehr werden. Dazu kommen Informationen zu Freizeiteinrichtungen, Service zum Thema Parken oder ein A-Z mit allerlei Informationen für den Alltag.

    Wo dereinst seine Stärken liegen werden, zeigt das Portal bereits jetzt in den Bereichen Shopping und Essen&Trinken. Da werden nicht einfach Unternehmen aufgelistet. Wer will, kann vor dem Einkaufsbummel nutzerfreundlich in Erfahrung bringen, wo es zum Beispiel auch eine Kinderspielecke gibt oder wo Lieferservice dazu gehört. Die kulinarische Auswahl wird dem geneigten Gast durch Filtermöglichkeiten erleichtert, wie etwa die, wo es vegetarische Küche gibt oder auch, wo Hunde erlaubt sind.

    Bayernweit elf Kommunen dabei

    An dem vom Freistaat geförderten Pilotprojekt sind bayernweit nach Bollweins Angaben bislang nur elf Städte beteiligt. Drei seien es in der ersten Welle 2015 gewesen. Bad Kissingen gehöre zu den acht Kommunen der zweiten Welle. Für die Zeit nach der Projektförderung ist die entscheidende Frage, ob sich die Plattform, die gepflegt und auf dem Laufenden gehalten werden will, selbst. trägt. Sorge hat Bollwein da nicht. Die Kostenbeiträge für die Präsentation auf der Plattform sollten aus seiner Sicht eine solide Basis liefern.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!