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    BAD BOCKLET

    Zehn Jahre Patenschaft mit der Bundeswehr werden groß gefeiert

    Auf gute Zusammenarbeit stoßen in Bad Bocklets Brunnenbau mit Heilwasser an (von links) Rhön GmbH-Geschäftsführer Thorn ... Foto: Isolde Krapf

    Zum feierlichen Gelöbnis und beim großen Ball im Kursaal arbeiten die Kommune Bad Bocklet, die Bundeswehr Hammelburg und die Rhön GmbH (Oberbach) Hand in Hand.

    2008 knüpften die Bad Bockleter zarte Bande zur Hammelburger Bundeswehr. Inzwischen ist aus der einst geschlossenen Patenschaft zwischen Kommune und Offizieranwärter-Bataillon 2 eine feste Freundschaftsbeziehung geworden. Als dritter Partner für eine zivil-militärische Zusammenarbeit will jetzt die Rhön GmbH (Oberbach) mit ins Boot steigen.

    Als der inzwischen verstorbene Altbürgermeister Wolfgang Back seinerzeit erklärte, er wolle die Bundeswehr ins Staatsbad holen, war das für manch einen im Gemeinderat zunächst starker Tobak. Denn man befürchtete, dass die Themen Kur und Militär nicht zusammenpassen. Die Patenschaft mit den Hammelburgern hat jedoch in den vergangenen zehn Jahren reiche Früchte getragen. Es entstanden interessante Kontakte. Die Bundeswehr hält, neben den Vereidigungen, in Bad Bocklet auch Tagungen ab. Und zu den alljährlichen Gelöbnissen strömen rund 3000 Angehörige und Gäste in den Kurpark. Im Jahr 2013, als der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maiziere zu dieser Großveranstaltung kam, waren sogar 6000 Besucher da.

    Zehn Jahre sind eine Feier wert

    2018 wollen die Partner nun das zehnjährige Bestehen ihrer Patenschaft etwas größer feiern. Am 26. Juli ist die Vereidigung der etwa 550 Offiziersanwärter und Offiziersanwärterinnen im Kurpark anberaumt. Ein Vierteljahr später, am 27. Oktober, soll im Kursaal schließlich noch ein großer Ball mit etwa 250 geladenen Gästen stattfinden. „Wir lassen die Sterne tanzen“, lautet das Motto dieses gesellschaftlichen Ereignisses, sagt Oberstleutnant Simon Leidner, der die Idee dazu an die Kommune herantrug.

    Zum einen nimmt das Sternen-Thema Bezug zu den Dienstgraden auf den Uniformen, so Leidner beim Pressegespräch in Bad Bocklet. Andererseits soll damit aber auch der Bezug zum Sternenpark Rhön hergestellt werden, denn an diesem Abend werden später Fernrohre aufgebaut und eine Sternenführerin will den Ballgästen erklären, was sie am nächtlichen Firmament alles sehen können.

    Rhön GmbH steigt ein

    Dieser Beitrag wiederum entstammt dem Marketingkonzept, das die Rhön GmbH und ihr Geschäftsführer Thorn Plöger im Zuge der künftig angestrebten zivil-militärischen Zusammenarbeit mit dem Markt und der Bundeswehr umsetzen will. Produkte aus der Rhön sollen vor allem im Juli, am Tag des Gelöbnisses, im Kurpark präsentiert werden. Bereits 2017 war die GmbH schon einmal am Tag der Vereidigung mit an den Start gegangen – und das laut Plöger mit viel Erfolg.

    Den Gästen werden auch 2018 wieder touristische Projekte nähergebracht, mit denen die GmbH die Besucher des Gelöbnisses, die oft von weither kommen, für die Rhön gewinnen will, sagt Geschäftsführer Plöger. Aber es werden zu diesem Anlass auch waschechte Rhöner Produkte zum Verkauf angeboten. Da kann man also der Rhön bei einer Verkostung von regionalem Schinken, Honig, Wein oder Käse so richtig auf den Geschmack kommen.

    Ein Pax-Bier für die Bundeswehr

    Für den Ball-Abend im Oktober hat sich die Oberelsbacher Pax-Brauereiübrigens bereit erklärt, eine ganz spezielle „Bataillonsbräu“ herzustellen. Apropos regionales Bier: Nach Plögers Angaben gibt es allein in der Rhön 35 Bierbrauereien. „Wir haben hier die größte Brauereidichte Frankens“, sagt der Geschäftsführer nicht ohne Stolz, wobei es sich dabei freilich in vielen Fällen um kleinere Hausbrauereien handle.

    Die Aufgabenstruktur der Bundeswehr hat sich gewandelt, sagt Kommandeur Leidner. Zudem wurde die verpflichtende Grundwehrdienstzeit ja bekanntermaßen 2011 ausgesetzt. Das heißt, die Berührung von Soldaten mit den Menschen draußen vor den Kasernentoren sei seltener geworden. „Dagegen wollen wir etwas tun.“ Dass die Bundeswehr hier im ländlichen Bereich noch einen sehr großen Stellenwert einnimmt, empfindet der gebürtige Hamburger als etwas Besonderes. Er selbst lebt seit 1999 im Landkreis Bad Kissingen und sei damals von den Menschen hier herzlich aufgenommen worden.

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