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    RANNUNGEN

    Zehner stellt sich einiges anders vor

    Das größte Projekt in Rannungen war der Schul-/Kirchplatz.
    Das größte Projekt in Rannungen war der Schul-/Kirchplatz. Foto: I. Krapf

    21 Mal tagte der Gemeinderat im Jahr 2019. Um was es dabei vor allem ging, erläuterte Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) in seinem Jahresbericht in der letzten Sitzung 2019. Das größte Bauprojekt ist der Schul- und Kirchhof. Bisher wurden hier 1,4 Millionen Euro verbaut. Wichtige Themen waren die Wasserversorgung, Bauplätze oder Suedlink. Die auf dem Schul- und Kirchhof vorgesehenen Platanen sollen noch 2019 gepflanzt werden.

    Für das Nebengebäude mit den Jugendräumen hat die Gemeinde Zeit bis Ende 2020. Die meisten Bürger haben ihre Wasserverbesserungsbeiträge schon bezahlt, aber es gab auch Widersprüche. Um die Wasserversorgung zu sichern, ist ein Wassersicherungskonzept notwendig, denn in Unterfranken gibt es Probleme mit den Quellen bzw. dem Grundwasser. Ein Dauerthema in Rannungen sind Bauplätze. Es gibt zwar rund 50 Plätze, aber fast keiner will verkaufen. Diskutiert wurde ein Baugebot. Bürgermeister Zehner betonte dazu, „ich bin von einem Baugebot nicht überzeugt“. Immerhin konnten jetzt auf dem Johannesberg zwei Bauplätze geschaffen werden. Für die Sanierung der Brunnenstraße nannte der Bürgermeister den Zeitraum 2020 bis 2022, „denn nicht alles passt gleich in die Finanzplanung hinein“. Auch die Mehrzweckhalle wird nicht billig. „Sie verfolgt uns über die nächsten Jahre“, meinte Zehner dazu. Im Januar soll wegen der Halle ein Gespräch zwischen dem Bauausschuss und dem Architekten stattfinden.

    Projekt Tagespflege läuft

    Das Projekt Tagespflege kommt voran, freut sich der Bürgermeister. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde eine Bauvoranfrage genehmigt. Weniger erfreulich ist das Thema Sued-Link. Dass Rannunger Gemeindegebiet berührt wird, scheint ziemlich sicher. Allerdings werden weniger Flächen gebraucht, da weniger Kabel als ursprünglich geplant verlegt werden. Sie führen dafür eine höhere Spannung.

    Die Gemeinde hat die Klage gegen den Regionalplan in Sachen Windkraft nach vier Jahren für erledigt erklärt. „Wir wollten nicht den Regionalplan als Ganzes gefährden“, nannte Bürgermeister Zehner als Begründung. Noch nicht beendet sind die Streitigkeiten mit dem Abwasserzweckverband wegen des falschen Messsystems. „Der Verband hat uns aufgefordert, das Messsystem zu ändern. Es muss geklärt werden, wer was bezahlt. Die Streitigkeiten werden sich hinziehen“, meinte er dazu.

    Die Flurbereinigung ist nun abgeschlossen, der Kernweg Pfersdorfer Weg ist fertiggestellt und abgenommen. Beschlossen wurde die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Leuchtdioden. Die Gemeinde beteiligt sich an „Kombine“ (kommunale Bewegungsförderung zur Implementierung der nationalen Bewegungsempfehlungen). Der Bürgermeister dankte hier Sybille Büttner und den Helfern Harald Klopf, Dominic Hüllmantel, Uschi Erhard, Monika Büttner und Anita Hoffmann.

    Der Spielplatz auf dem Johannesberg kann fertiggestellt werden. Hier galt der Dank des Bürgermeisters Harald Klopf. Zwei Ausnahmegenehmigungen und der Bestandsschutz machen den Weiterbetrieb des Kindergartens mit der aktuellen Kinderzahl möglich. „Wenn es mehr Kinder werden, wo bringen wir sie dann unter?“, fragte der Bürgermeister. Festliche Höhepunkte werden 2020 das Kreismusikfest zum 45-jährigen Bestehens des Musikvereins im Mai, das Planfest mit 48 Paaren im Oktober und die Fertigstellung/Einweihung des Schul- und Kirchhofs sein. Auch bei der Wasserversorgung und freiwilligem Waldtausch soll sich einiges tun. Fridolin Zehner dankte allen für ihren Einsatz im Dienst der Gemeinde. Aber er sagte auch: „Es läuft nicht alles so, wie ich es mir vorstelle. Jeder arbeitet so, wie er es für richtig hält.“ Zweite Bürgermeisterin Sybille Büttner dankte Zehner für seine Arbeit und betonte: „Wir haben Meinungen und Köpfe, es ist nicht immer einfach mit uns.“ (mdb)

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