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    Reith

    ACO vergrößert den Standort

    Der ACO-Standort im Gewerbegebiet in Reith soll in den kommenden Jahren zusätzliche Flächen für die Logistik bekommen. Foto: Arkadius Guzy
    Der ACO-Standort im Gewerbegebiet in Reith soll in den kommenden Jahren zusätzliche Flächen für die Logistik bekommen. Foto: Arkadius Guzy

    Das ACO-Werk im Gewerbegebiet in Reith bekam zuletzt im Jahr 2012 eine neue Produktionshalle, die die beiden bestehenden Hallen miteinander verbindet. Nun steht der Standort vor der nächsten größeren Erweiterung.

    Das Werk soll sich auf das Nachbargelände ausdehnen, das dem Unternehmen schon länger gehört. In der Gemeinderatssitzung stellte Werkleiter Helge Rauthe das Vorhaben ausführlich vor und erklärte die betrieblichen Hintergründe.

    Der Ausbau sei ein Bekenntnis zum Standort, sagte er. Die Erweiterung solle schrittweise, in vier Stufen, passieren. Die erste Stufe ist für das kommende Jahr vorgesehen. Sie umfasst die Anlage eines 8800 Quadratmeter großen Lagerplatzes. Mit der zweiten Stufe bekommt das Werk eine neue Einfahrt und eine neue Wegführung auf dem Gelände, wobei sich die Leitung des Lkw-Verkehrs schon mit dem neuen Lagerplatz ändern soll.

    In der dritten Ausbaustufe entsteht eine Lagerhalle, in der vierten eine Erweiterung dieser Halle oder ein weiteres, kleineres Außenlager. Der Werkleiter sprach von einer Investitionssumme von ungefähr zehn Millionen Euro in den kommenden Jahren. Mit der Erweiterung soll der Logistikbereich mehr Platz gewinnen. Denn das Unternehmen miete derzeit Lagerflächen in der Umgebung an. Die Neuorganisation auf dem Werksgelände soll außerdem mehr Platz für die Produktion sowie neue Bürokapazitäten schaffen.

    Wie die Bauten aussehen werden, steht noch nicht fest. Laut Rauthe ist gerade ein Büro damit befasst, die Planung auszuarbeiten. Rauthe sagte aber: "Wir sind unauffällig und das wird auch danach so bleiben." Mit Verweis auf das Gefälle des Geländes erklärte er, dass die Halle die Ansicht und die Nachbargebäude nicht überragen wird und sich eher ducken wird. In einer Bürgerversammlung am 29. Oktober wird Rauthe das Ausbauvorhaben den Bewohner von Reith vorstellen.

    Der ACO-Standort im dortigen Gewerbegebiet feiert im kommenden Jahr 60-jähriges Jubiläum. Das Werk ist der größte Arbeitgeber im Markt Oberthulba, wie Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/Freie Wähler) sagte. An dem Standort sind nach Unternehmensangaben 183 Personen beschäftigt.

    Dass die Produkte von ACO in der Öffentlichkeit trotzdem nicht so geläufig sind, liegt daran, dass sie nicht an Privatleute vertrieben werden. Das Geschäft läuft über Händler und Planer, wie Rauthe die ACO-Unternehmensgruppe vorstellte. Diese bietet Entwässerungssysteme für den Hoch- und Tiefbau an, wie Rinnen, Regenrückhaltungen, Abscheider.

    Der Schwerpunkt in Reith ist die Polymerbetonfertigung. Rinnen aus dem Werk finden sich zum Beispiel in Stadien und Sportstätten weltweit - ein ebenfalls weniger bekanntes spezielles Teilgeschäftsfeld von ACO. Durch die Zunahme von Starkregenereignissen sieht das Unternehmen zusätzliche Absatzchancen für seine Produktentwicklungen. Es ist auf weiteres Wachstum ausgerichtet. So hat ACO am Standort eine "Zukunftsfläche" im Blick, die Expansionsmöglichkeiten nach dem jetzt vorgestellten Ausbau sichern könnte.

    Die ACO Gruppe bezeichnet sich als weltweiten Marktführer in der Entwässerungstechnik. Laut Unternehmensangaben hat ACO 5000 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern. Die Produktions- oder Vertriebsstandorte verteilen sich über sechs Kontinente - der Standort in Reith ist der zweitälteste. ACO wurde 1946 gegründet und ist bis heute ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Der Umsatz für das Jahr 2018 wird mit 850 Millionen Euro angegeben.

    Arkadius Guzy

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