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    Waldfenster

    Adöpfelssalood statt Hummer

    Heiraten für den Junggesellenabschied oder des Nachwuchses wegen - bei Manfreds Eltern Paula (im Stück Stefanie Schlereth) und Ferdinand (im Stück Frank Heckelmann) sorgt das für Disput. Johannes Schlereth
    Heiraten für den Junggesellenabschied oder des Nachwuchses wegen - bei Manfreds Eltern Paula (im Stück Stefanie Schlereth) und Ferdinand (im Stück Frank Heckelmann) sorgt das für Disput. Johannes Schlereth

    Mallorca, Reeperbahn, das Frankfurter Bahnhofsviertel oder geht es doch nach Bad Bocklet für den Junggesellenabschied? Mit der Frage muss sich der Vater von Manfred Häuslein auseinander setzen. Denn sein Sohn will heiraten - allerdings nicht irgendwen, sondern eine Adelige. Parallel dazu landet ein Privatjet mit den Schwiegereltern in spe in Waldfenster . Was passiert wenn Adel auf Rhön trifft, zeigt sich beim diesjährigen Stück der Waldfensterer Theaterfreunde.

    Bereits zum 16. Mal betritt die Gruppe um Stefanie Schlereth, die Vorsitzende des Theatervereins, die Bühne. Heuer führen sie im Waldfensterer Pfarrgemeindezentrum das Stück "Junggesellenabschied" von Regina Rösch auf. Eigentlich ist die Komödie auf hochdeutsch verfasst, die Theaterfreunde gehen hier jedoch ihren eigenen Weg: Den "Junggesellenabschied" verlegen sie sowohl örtlich als auch sprachlich in die Rhön. Da ist es nur konsequent, dass alte Dorfrivalitäten humoristisch aufgearbeitet in die Dialoge mit einfließen. Für sprachliche Vielfalt im Stück sorgen außerdem die Dialekte von der Berlinerin Birgit Sonnenburg und dem gebürtigen Niederbayer Oskar "Ossy" Brandl.

    Im Stück prallen jedoch nicht nur Adel und Rhöner aufeinander, sondern auch unterschiedliche Motivationen. "Manfreds Vater will unbedingt einen Junggesellenabschied, dass er richtig feiern kann, und Manfreds Mutter will die Hochzeit ihres Sohnes nur, weil sie eigentlich dringend Oma werden will", beschreibt Schlereth die beiden Konfliktfelder. "Was ich soweit verraten kann: Dabei läuft absolut nichts wie geplant."

    Start im Frühjahr

    Für das Lustspiel in drei Akten haben sich die Mitwirkenden ins Zeug gelegt. Seit dem Frühjahr arbeiten die Vereinsmitglieder am Stück. "Die Vorauswahl haben wir im Frühjahr getroffen. Im Juni ist dann die Entscheidung für den 'Junggesellenabschied' gefallen", sagt Schlereth rückblickend. Es folgte die Rollenverteilung seitens des Vorstands. Seit August proben die neun Schauspieler im Pfarrgemeindezentrum. "Insgesamt gibt es heuer 15 Proben", teilt die Vorsitzende mit. In der kommenden Woche startet schließlich der Kartenverkauf. Die Einnahmen durch den Kartenverkauf kommen stets einer Spende zu Gute.

    Während der Proben sei die Kulisse förmlich um die Schauspieler herum gewachsen. Verantwortlich war dafür unter anderem Patrick Heckelmann. "Ich kann gar nicht sagen, wie viele Stunden ich heuer an der Kulisse gearbeitet habe", sagt der Bühnenbildner. Detailverliebt schreinerte er Fenster, Durchgänge und Türen in die Holzstellwände. Das Bühnenbild ist mittlerweile fast komplett. Die Wände sind tapeziert und fast alle Requisiten an Ort und Stelle. "Wir haben mittlerweile einen eigenen Fundus", sagt Heckelmann. Was noch fehle, kaufe man beispielsweise günstig über das Internet an.

    Nicht kaufen müssen die Theaterfreunde dagegen die Anlage. Die steuert der Waldfensterer Musikverein bei. "Wir spielen das Stück mit Mikrofonen, so dass jeder etwas versteht", sagt Schlereth. Auf die Bühne kommt der "Junggesellenabschied" am 11. und 12. sowie 18. Und 19. Oktober jeweils um 19 Uhr. An den Sonntagen, 13., und 20. Oktober startet die Aufführung im Waldfensterer Pfarrgemeindezentrum um 17 Uhr. Der Kartenverkauf findet am Mittwoch, 25. September, von 19 bis 20 Uhr im Pfarrgemeindezentrum statt. Restkarten sind ab Donnerstag, 26. September unter der Tel.: 09734/ 636 zu beziehen. Eine Karte kostet acht Euro.

    Johannes Schlereth

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