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    Ebenhausen

    Anbauten dürfen abgerissen werden

    Baufälliges, das nicht zur ursprünglichen Schlosssubstanz gehört, kommt weg. Das Gremium diskutierte auch die Streusalz-Lagerung: Halle oder Silo.
    Das Schloss in Ebenhausen soll zu Wohnzwecken umgestaltet werden. Der Gemeinderat stimmte ohne Diskussion den Plänen der Besitzer zu. Foto: Martina Straub
    Das Schloss in Ebenhausen soll zu Wohnzwecken umgestaltet werden. Der Gemeinderat stimmte ohne Diskussion den Plänen der Besitzer zu. Foto: Martina Straub
    Schritt für Schritt geht es voran mit Sanierung und Umgestaltung des historischen Schlosses in Ebenhausen , das zu Wohnzwecken umgestaltet werden soll. Der Oerlenbacher Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung ohne Diskussion den Plänen der Schlossbesitzer Ute und Hans Metzger einstimmig zu. Die Eigentümer wollen baufällige Anbauten, die nicht zur ursprünglichen Schlosssubstanz gehören, demnächst ersatzlos abreißen. Die Entscheidung fiel dem Gremium umso leichter, da die erforderliche denkmalschutzrechtliche Genehmigung bereits vorliegt, wie Bürgermeister Franz Kuhn ( CSU ) die Ratskollegen informierte. Der Gemeinderat hatte nur gemäß der in Oerlenbach geltenden Erhaltungssatzung formal um seine Einwilligung gebeten werden müssen.

    Eine grundsätzliche und in Einzelheiten gehende Diskussion ergab sich dagegen beim Vorschlag des Bürgermeisters, statt eines Salzlagers in der neuen Bauhofhalle besser und billiger im Innenhof ein Silo aufzustellen. Dies sei nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch der leichteren und kostensparenden Handhabung, begründete Kuhn die Überlegungen der Verwaltung. Der Hallenanteil eines fünf mal zwölf Meter großen Lagerraumes mit speziellem Fundament, Betonwänden und Stahlhallenaufbau hatte die Verwaltung mit etwa 80 000 Euro angegeben, wobei allein die Stahlhalle mit 43 000 Euro angesetzt war. Dagegen würde ein 4,5 Meter hohes Silo mit einem Fassungsvermögen von 50 Tonnen Streusalz einschließlich Fundament und Aufbau nur die Hälfte kosten.

    Nachdem lange über die 80 000 Euro für den Hallenraum als Salzlager debattiert worden war, gelang es anderen Räten und dem Bürgermeister, die Diskussion wieder auf den Punkt zu bringen: Unabhängig von der Frage, ob ein Salzlager nun 80 000 Euro oder vielleicht weniger kostet, steht in jedem Fall fest, dass ein Silo billiger ist. Zudem sei die Handhabung eines Silos viel einfacher, spare im Betrieb Personal, Zeit und damit auch Geld. Kuhn: "Allein die Sackware kostet 50 Prozent mehr als loses Streusalz ." Als schlagendes Argument wurde schließlich die Tatsache angeführt, dass "alle anderen Nachbarkommunen Silos haben". Die neue Halle des Bauhofs werde sich um entsprechende Meter kostensparend verkürzen, versicherte der Bürgermeister. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat schließlich die Anschaffung eines Silos.
    Ähnlich viel Zeit nahm sich der Gemeinderat bei der Beratung zur Neuanschaffung von zwei Ersatzfahrzeugen für den Bauhof. Der Sprinter sei inzwischen elf Jahre alt und die Reparaturen würden immer teurer, nannte der Bürgermeister als Grund. Das zweite Fahrzeug habe seit einem Unfall einen Totalschaden. Kuhn schlug dem Gemeinderat vor, einen gebrauchten Doppelkabiner mit Ladefläche für etwa 20 000 Euro zu kaufen sowie einen neuen Transporter mit Einzelkabine für 30 000 Euro . Die Vor- und Nachteile sowie die jeweilige Ausrüstung der jeweils sechs Fahrzeugangebote - mit oder ohne Ladeplane, Kippvorrichtung oder Anhängerkupplung - wurden im Gemeinderat ausgiebig besprochen, ohne allerdings zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen. Letztlich stimmte das Gremium dem anfangs gemachten Vorschlag des Bürgermeisters grundsätzlich zu, der die angesprochenen Ausstattungsfragen allerdings noch zu klären hat.

    Sigismund von Dobschütz

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