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    Bad Kissingen

    Asphaltband durchzieht die Fußgängerzone Bad Kissingen

    Der unebene Plattenbelag am Eingang zur Fußgängerzone wird nächste Woche entfernt und durch Asphalt ersetzt.  Siegfried Farkas
    Der unebene Plattenbelag am Eingang zur Fußgängerzone wird nächste Woche entfernt und durch Asphalt ersetzt. Siegfried Farkas

    Vom nächsten Montag, 21. Oktober, an wird in Bad Kissingen am Anschluss der Oberen Marktstraße zur Von-Hessing-Straße der unebene Plattenbelag entfernt. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.

    Wie das schon vor einigen Jahren in der übrigen Fußgängerzone geschehen ist, tausche die Stadt auch dort die schadhaften und in den Fugen aufgesprungenen bisherigen Bodenplatten gegen einen etwa fünf Meter breiten soliden, fußgängerfreundlichen Asphaltbelag aus, schreibt das Rathaus.

    Auch die beiden Zebrastreifen über die Von-Hessing-Straße werden laut Mitteilung der Stadtverwaltung durch das Asphaltband an die Fußgängerzone angebunden, so dass ein barrierefreier Zugang zur Altstadt geboten sei. Mit dieser Maßnahme sei dann die Ebenmäßigkeit der Laufflächen in der ganzen Fußgängerzone gewährleistet, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Arbeiten dauern die ganze Woche

    Die Arbeiten für dieses letzte Teilstück dauern nach Angaben des Rathauses voraussichtlich die ganze nächste Woche bis einschließlich Freitag, 25. Oktober. Die Zufahrt zur Innenstadt über die Obere Marktstraße sei für Fahrzeuge daher vom 21. bis zum 25. Oktober komplett gesperrt.

    Über die Untere Marktstraße könne man aber weiter zufahren. Der Durchgang für Fußgänger ist immer möglich, ein Zebrasstreifen werde freigehalten. Der Lieferverkehr kann über die Untere Marktstraße und Ludwigstraße erfolgen. Die Behindertenparkplätze in der Von-Hessing-Straße werden um zwei Parkplätze verschoben, um Platz für die Baustelleneinrichtung bereitzustellen.

    Rund 50 Jahre liegt der Plattenbelag nun schon in der Fußgängerzone. Allwöchentlich werde dieser Bereich auf Schäden kontrolliert und immer würden schadhafte Bodenplatten ausgewechselt, heißt es in der Pressemeldung der Stadt. Doch das reiche nicht mehr aus, es seien richtiggehende Fallen für Fußgänger entstanden. Außerdem seien Platten gebrochen.

    "Die Verkehrssicherheit muss einfach sichergestellt sein", sagt Bauamtsleiter Jan Voll. "Bis zu zwei Zentimeter dürfen sich Bodenplatten am Stoß unterscheiden, doch wenn wir in Bad Kissingen in Zukunft Barrierefreiheit gewährleisten wollen, dann können wir solche Stolperfallen nicht einfach belassen."

    Wieso aber heben sich die Platten in dieser Weise? Normalerweise würden solche Bodenplatten auf einer wasserdurchlässigen Asphaltschicht verlegt, erklärt die Stadt. Das bedeutet, dass im Winter eindringende Feuchtigkeit durch diese Trag-Unterschicht diffundieren kann. In der Kurstadt darf der Asphalt aber kein Oberflächenwasser durchlassen. Das diene dem Schutz der Heilquellen. Also bleibt Wasser in den Fugen stehen, gefriert und sprengt die Platten . Lose Platten heben sich, Steinchen geraden darunter, heben die Platte zusätzlich an. Bis man dafür eine technische Lösung findet, will die Stadt das Problem jetzt eben durch den Einsatz von Asphaltbändern lösen. "Das ist nicht schön, aber wirtschaftlich sinnvoll", sagt Jan Voll. "Und wir werden im Zuge des Projekts Neue Altstadt - nach der Kanalsanierung - eine dauerhafte, optisch ansprechende Oberflächengestaltung aufbauen können."

    Tatsächlich sei dieses Provisorium deutlich kostengünstiger als die immerwährenden Versuche, die Schäden des alten Belags zu beheben, so die Stadt.

    Schon in den vergangenen Jahren hat die Stadt Schritt für Schritt ein fünf Meter breites Asphaltband durch die Fußgängerzone gezogen. Die Erfahrungen damit seien uneingeschränkt positiv. Eltern mit Kinderwägen, Menschen mit Gehhilfen oder Rollstuhlfahrer schätzen die glatte Asphaltoberfläche.

    Als letztes Teilstück wird nun die Anbindung an die Von-Hessing-Straße fertiggestellt. red/far

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