• aktualisiert:

    Bad Bocklet

    Bad Bocklet: Neuer Vorstand für St. Elisabeth-Verein

    Neuer Vorstand: (von links) Christina Wild (1. Vorsitzende), Dörte Jentsch (2. Vorsitzende), Veronika Hölzner (Kassiererin) und Alexander Bauer (Schriftführer). Foto: Sigismund von Dobschütz
    Neuer Vorstand: (von links) Christina Wild (1. Vorsitzende), Dörte Jentsch (2. Vorsitzende), Veronika Hölzner (Kassiererin) und Alexander Bauer (Schriftführer). Foto: Sigismund von Dobschütz

    Der Bad Bockleter Kneippkindergarten wird demnächst als "erster Biosphärenkindergarten der Rhön" zertifiziert. Dies berichtete Dörte Jentsch als Vorsitzende des St. Elisabeth-Vereins am Donnerstag in der alljährlichen Generalversammlung. In der anschließenden Neuwahl des Vorstands unterlag sie allerdings um nur eine Stimme der Rechtsanwältin Christina Wild.

    Bei der turnusmäßigen Neuwahl traten mit Christina Wild und Alexander Bauer überraschend zwei weitere Kandidaten gegen die bisherige Amtsinhaberin Dörte Jentsch an. In geheimer Wahl unter Vorsitz von Bürgermeister Andreas Sandwall ( CSU ) wurde Wild mit 13 Stimmen der 27 Wahlberechtigten für die kommenden drei Jahre zur Vorsitzenden gewählt. Jentsch wurde dafür anschließend zur zweiten Vorsitzenden gewählt und löst damit Stefanie Mahlmeister in dieser Position ab, die nicht mehr kandierte. Ebenfalls überraschend unterlag die bisherige Kassierin Kathrin Stahl nur knapp der neuen Amtsinhaberin Veronika Hölzner. Da Schriftführer Holger Hammerl auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde nun Alexander Bauer in dieses Amt gewählt.

    Zuvor hatte Dörte Jentsch als bisherige Vorsitzende ihren Jahresbericht vorgetragen. Wichtigste Neuigkeit war zweifellos die Qualifizierung des Kneippkindergartens zum Biosphärenkindergarten. In Kürze erhält die Einrichtung das offizielle Zertifikat mit allen fünf möglichen Siegeln. Jentsch: "Darauf sind wir sehr stolz."

    Da es bereits eine Warteliste für den Kindergarten gibt, hatte der Vorstand im vergangenen Jahr mehrere Lösungsmöglichkeiten bis hin zum Erweiterungsbau geprüft. Doch Gespräche mit Bürgermeister Andreas Sandwall und dem Jugendamt hätten ergeben, so die Information der Vorsitzenden, dass es in der Marktgemeinde noch freie Kindergartenplätze gibt, weshalb kein Handlungsbedarf besteht.

    Nach guten Erfahrungen mit dem Berufspraktikanten Stephan Rundell hofft der Vorstand, ihn auch weiterhin beschäftigen und finanzieren zu können. Jentsch: "Es war dringend nötig, einen Mann im Kindergarten-Team zu haben." Männliche Hilfe fand der Verein auch im "grünen Peter" (Peter Seißinger), der seit geraumer Zeit zur Freude der Kinder, Erzieher und Eltern den Garten der Kindertagesstätte hegt und pflegt.

    Der Vorstand sorgt sich um den baulichen Zustand des Kindergartens und hält eine Generalsanierung oder einen Neubau nicht mehr für ausgeschlossen. Wie Jentsch mitteilte, habe es in der Vergangenheit regelmäßig Begehungen durch die von der Caritas beauftragten Fachleute gegeben. In allen Jahren waren Kleinigkeiten festgestellt worden. Doch zuletzt seien Mängel bei der Sicherheitsverglasung, dem Schallschutz und dem Raumkonzept festgestellt worden. "Das können wir als Verein allein nicht stemmen", stellte sie fest. Hier seien auch Kirche und Gemeinde gefordert. Sandwall widersprach: "Im Protokoll steht nichts von Generalsanierung oder Neubau." Die Diözese als Träger des Kindergartens habe bisher auch keine Anfrage an die Gemeinde gerichtet.

    Abschließend berichtete Leiterin Christine Eberth-Booms über das Spiel- und Lehrprogramm der Kita. "Als Biosphärenkindergarten spielt bei uns natürlich die Natur eine wichtige Rolle." Deshalb hatten sich die Kinder unter anderem mit dem Leben der Spechte beschäftigt, wurden von Alexander Fromm mit Themen des Biosphärenreservats vertraut gemacht, halfen auf einer Streuobstwiese bei der Apfelernte oder beschäftigten sich viel in "unserer wunderschönen Gartenanlage, die es den Kindern erlaubt, vieles zu entdecken." Auch alle Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen hatte das Jahr 2018 viele Gelegenheiten zur Fortbildung geboten.

    Sigismund von Dobschütz

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!