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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: 200 Rosen für Klinik und Seniorenheim

    Angesichts der einschneidenden Veränderungen macht ein Bad Brückenauer anderen Mut - mit einer ganz besonderen Geste.
    Verwaltungsdirektorin Sabine Hein nimmt die Rosen entgegen. Sie werden an Mitarbeiter und Patienten verteilt.  Foto: Ulrike Müller       -  Verwaltungsdirektorin Sabine Hein nimmt die Rosen entgegen. Sie werden an Mitarbeiter und Patienten verteilt.  Foto: Ulrike Müller
    Verwaltungsdirektorin Sabine Hein nimmt die Rosen entgegen. Sie werden an Mitarbeiter und Patienten verteilt. Foto: Ulrike Müller

    In Zeiten der Corona-Krise hat sich Jürgen Hurrlein vom gleichnamigen Blumengeschäft eine Aktion überlegt. Kurzentschlossen bestellte er 200 rote Rosen - zum einen, weil ihm der drastische Preisverfall auf dem Markt gerade enorm weh tut. "Millionen von Stielen werden gerade vernichtet. Die Nachfrage ist einfach nicht mehr da", erklärt er.

    Zum anderen möchte Hurrlein seine Wertschätzung ausdrücken, "damit die einfach durchhalten". Der Ernstfall komme wohl erst noch, vermutet der Blumenhändler. 100 Rosen brachte er im Krankenhaus vorbei. Verwaltungsdirektorin Sabine Hein nahm die Blumen vor der Tür entgegen. Wegen des Besuchsverbots darf gerade niemand das Krankenhaus betreten, der nicht unbedingt dort hinein muss.

    "Da werden sich unsere Mitarbeiter aber freuen", sagte Hein. Auch die Patienten möchte sie mit den Blumen beschenken. Etwa 30 Betten sind derzeit in der Prümmer Klinik belegt. Wegen des Besuchsverbots ist es für die kranken Menschen recht eintönig, bis sie wieder entlassen werden können.

    Keine Besuche erlaubt

    Auch im Willy-Brandt-Haus der Awo gibt Hurrlein Rosen für die Mitarbeiter und Bewohner ab. Seine Mutter lebt dort. Sie versteht - wie so viele sehr alte Menschen in den Seniorenheimen - nicht, warum ihr Sohn sie nicht mehr besucht. Auch hier besteht ein Besuchsverbot, um Ansteckung zu vermeiden.

    "Wir sind stabil. Andere Städte sind mehr betroffen als wir", sagt Leiterin Sabine Preisendörfer. Bisher seien ihre Patienten und Mitarbeiter gesund. "Wir leben aber natürlich mit der Angst ." Den Angehörigen spricht sie ihren Dank aus, dass sie Verständnis für die aktuellen Einschränkungen haben. Das Verabschieden von Sterbenden mache das Haus aber möglich.

    "Diese Wertschätzung und Anerkennung finde ich einfach eine schöne Geste", sagt Preisendörfer in Blick auf die Rosen . "Unsere Mitarbeiter leisten wirklich viel."

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    Ulrike Müller

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