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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Bilder von der Ludwigstraße

    Jan Marberg, Leiter des Kulturbüros, zeigt eine der Schautafeln der Ausstellung. Foto: Ulrike Müller
    Jan Marberg, Leiter des Kulturbüros, zeigt eine der Schautafeln der Ausstellung. Foto: Ulrike Müller

    In diesem Jahr feiert die Stadt Bad Brückenau ihre erste urkundliche Erwähnung vor 725 Jahren. Der Arbeitskreis Stadtgeschichte machte sich schon im vergangenen Jahr Gedanken, wie sich dieses Jubiläum feiern ließe. Entstanden ist die Idee, die Entwicklung der Ludwigstraße - der einst wichtigsten Straße der Stadt - nachzuzeichnen. Zwölf Ehrenamtliche haben dafür Bilder zusammengetragen, Zeitzeugen befragt und das vorhandene Wissen in kurzen Texten gebündelt.

    Herausgekommen ist eine Ausstellung, die auf 58 Schautafeln die Geschichte der Straße erzählt: vom Forstamtsgebäude bis zum Gensler Eck an der Altstadt. "Je tiefer wir in die Zeit gegangen sind, desto schwieriger wurde es natürlich", erzählt Jan Marberg. Als Leiter des Kulturbüros hat er die Arbeit koordiniert. Dabei ermögliche die Schau Eindrücke vom damaligen Alltagsleben - vom Bauarbeiter bei der Straßenmarkierung bis hin zum Blick hinter die Ladentheke.

    Düstere Zeit nicht ausgespart

    Auch das Foto einer mit Fahnen der Nationalsozialisten beflaggten Straße zeigt die Ausstellung. "Es gehört dazu", erklärt Marberg. Die düstere Zeit habe das Team nicht aussparen wollen. Aber: "Wir ordnen das ganz bewusst ein und wollen die geschichtliche Schwere verdeutlichen. Wir möchten um jeden Peis verhindern, dass diese Bilder glorifizierend wirken könnten", fügt er hinzu.

    Die Gestaltung der Schautafeln, bei der Andreas Hohmann maßgeblich mitgewirkt hat, ist wenig textlastig. Die Bilder sollen für sich sprechen und dem Betrachter die eigene Interpretation überlassen. Die Ausstellung wird vom Stadtfest an bis zum 11. Juli in der Georgi-Halle zu sehen sein.

    Eröffnung beim Stadtfest

    Am Samstag, 29. Juni, eröffnet Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks ( CSU ) die Schau um 10.30 Uhr. Anschließend geben Zweiter Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) und Matthias Dittmayer eine Führung. Die ältesten Bilder stammen übrigens aus der Zeit der Jahrhundertwende. Bei den erklärenden Texten standen Gisela Schneider-Salzmann und Zeitzeuge Walter Schöpfner dem Kulturbüro zur Seite.

    12 Ehrenamtliche beteiligten sich an der Erforschung der Geschichte der Ludwigstraße.

    58 Schautafeln bilden die Entwicklung der einst wichtigsten Straße der Stadt ab.

    Ulrike Müller

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