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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Das ist der neue Stadtrat

    Die CSU verliert zwei Sitze, Freie Bürger und FDP einen. Dafür ziehen die Grünen mit zwei Kandidaten in den neuen Stadtrat ein. Die SPD verdoppelt ihr Ergebnis und bekommt einen Sitz mehr. Auch der Anteil der Frauen steigt.
    Blick ins Wernarzer Wahllokal Foto: Ulrike Müller       -  Blick ins Wernarzer Wahllokal Foto: Ulrike Müller
    Blick ins Wernarzer Wahllokal Foto: Ulrike Müller

    Erst am späten Dienstagnachmittag gelang es der Verwaltung, alle Stimmen für die Stadtratswahl auszuzählen. Grund der Verzögerung waren Programmfehler des Software-Anbieters, der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). "Unsere Wahlhelfer haben hervorragend gearbeitet. Es ist einfach peinlich, dass das uns jetzt trifft", sagte Wahlleiter Michael Worschech am Nachmittag noch leicht verzweifelt.

    Um 15.38 Uhr gab es endlich Gewissheit: Tom Kötzner wird als letzter Kandidat noch für die CSU in den Rat einziehen. Der 19-Jährige steht zwar auf Listenplatz 19. Er hat aber offenbar so viele Fans, dass er gemeinsam mit seiner Mutter Heike Kötzner, Dieter Seban, Monika Wiesner, Karin Ott, Heribert Übelacker und Franziska Kaul in Zukunft die CSU-Fraktion stellt.

    Grüne stellen zwei Stadträte

    Dass die CSU damit dennoch zwei Sitze und 14 Prozent der Stimmen im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren einbüßt, nimmt Ortsvorsitzende Heike Kötzner gelassen. "Ich bin vollkommen zufrieden", sagt sie. Da viele langjährige Stadträte ausschieden, sei klar gewesen, dass die CSU Sitze verlieren würde - zumal sich mit den Grünen eine neue Liste zur Stadtratswahl zusammengefunden hatte.

    "Es ist ein Anfang", sagt Eva Reichert-Nelkenstock zum Erfolg der Grünen. Eigentlich habe sie drei Stadträte in den Rat bringen wollen. Die Anführerin der Grünen Liste holte als Neuling in der Politik aus dem Stand 1467 Einzelstimmen. Um als Stadträtin überhaupt antreten zu können, musste die Eckartserin ihren Zweitwohnsitz in Bad Brückenau anmelden. "Das ist schon überwältigend", sagt sie über den Rückhalt, den sie aus der Bevölkerung spüre.

    PWG verbessert Ergebnis der letzten Wahl

    Die PWG kann ihr Ergebnis der vorherigen Wahl sogar leicht steigern. Mit 34,66 Prozent der Stimmen (2014: 33,91 Prozent) steigt sie zur stärksten Kraft im Stadtrat auf und verteidigt ihre sieben Sitze. Mit dem PWG-Vorsitzenden Jonathan Kirchner, Claudio Kleinhans, Heike Greenberg-Kremser und Robert Eder finden sich vier neue Gesichter in den Reihen der PWG. Mit Jürgen Pfister - der 2. Bürgermeister sitzt seit 1984 im Stadtrat -, Dirk Stumpe und Emanuel Fritschka bleiben vier alte Hasen dabei.

    Die SPD erkämpft einen Sitz mehr und verdoppelt ihren Stimmenanteil auf nun 16,46 Prozent. Allerdings wird Benjamin Wildenauer nicht mehr für die Roten im Stadtrat sitzen. Sein Bruder Florian Wildenauer wird von David Fronczek und Ralf Keßler unterstützt. Freie Bürger und FDP büßen dagegen einen Sitz ein. Adelheid Zimmermann ( FDP ), die seit 1990 im Stadtrat, seit 1999 im Kreisrat und seit 2008 im Bezirkstag vertreten ist, wird weiterhin mitreden. Ambitionierte Mitstreiter wie Gerhard Fläschner (539 Einzelstimmen), Stefano Pettinella (427 Stimmen) und Thomas Dittmayer (280 Stimmen) schafften es dagegen nicht.

    Pfister erneut Stimmkönig

    Die meisten Einzelstimmen, nämlich 2412, holte wie schon bei der vergangenen Wahl 2. Bürgermeister Jürgen Pfister . Auf ihn folgen Dirk Stumpe mit 2336 und Dieter Seban mit 1965 Stimmen. Auffallend ist, dass der Anteil der Frauen gestiegen ist, und zwar von fünf auf sieben Stadträtinnen. Entgegen des bayernweiten Trends geht diese Steigerung auf das Konto der CSU , die vier von fünf Kandidatinnen in den Rat brachte.

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    Ulrike Müller

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