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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Probefahrt auf dem Radweg

    Noch ist der neue Rhönexpress-Bahnradweg nicht fertig. Genutzt wird er dennoch schon eifrig. Foto: Ulrike Müller
    Noch ist der neue Rhönexpress-Bahnradweg nicht fertig. Genutzt wird er dennoch schon eifrig. Foto: Ulrike Müller

    Laub liegt auf dem schwarzen Streifen Asphalt, der sich durch das Sinntal schlängelt. Kleine Steinchen machen stellenweise dem Skater arg zu schaffen. Den Radfahrer aber stören sie nicht. Peter Duske, fast 80 Jahre alt, tritt gemächlich in die Pedalen seines Fahrrades, das über einen elektrischen Antrieb verfügt. Er möchte die Juwelen zeigen, die er an der Strecke gefunden hat. Bei Römershag liegt das erste.

    Der Blick reicht von der ehemaligen Bahntrasse aus über das Tal. Fast idyllisch schwebt die Autobahnbrücke über dem Ort. Im Vordergrund hat Duske ein Gartenparadies entdeckt, wie es seinesgleichen wohl wenige am neuen Radweg zu sehen gibt. Nur einige Meter weiter aber hält der Radfahrer an, zwangsweise. "Das ist der gefährlichste Übergang", sagt er. Er meint die Kurve der B 286. "Die kommen manchmal richtig um die Ecke gerast." Eine Ampel für Radfahrer, so wie es sie in größeren Städten gibt, hätte Duske am liebsten an dieser Stelle.

    Sinnabwärts fehlen noch Brücken

    Das nächste Kleinod findet sich am Stockhof. Liebevoll pflegt Annerose Sitte Haus und Hof und lässt die Vorbeifahrenden an der Schönheit teilhaben. Der Rastplatz für Radler bei Riedenberg überzeugt unseren Testfahrer sehr. Er findet gut, dass örtliche Unternehmer für sich Werbung machen. Das wäre doch auch in anderen Orten denkbar, schlägt Duske vor. Ein Hinweis auf die Fußgängerzone in Bad Brückenau sei jedenfalls ein Muss.

    "Ich bin überzeugt, dass das einer der schönsten Radwege sein könnte oder werden könnte", lautet das Fazit nach etwa acht Kilometern. Zurück im Staatsbad versetzt das alte Bahnhofsgebäude in vergangene Zeiten zurück. Jemand hat seinen Wohnwagen dort untergestellt. An der Fassade hängt wie vergessen ein Plakat, auf dem zu lesen ist, wie die Stadt früher für sich warb. Sinnabwärts, in Richtung Zeitlofs, kann die Tour noch nicht weitergehen. Für zwei Brücken in Wernarz und Rupboden werden erst noch Fertigteile geliefert.

    Ulrike Müller

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