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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Unterricht auf der Baustelle

    Peter Karl vom städtischen Baubüro auf dem Pausenhof: Links ist die generalsanierte Mittelschule gut erkennbar, im rechten Teil des Schulgebäudes laufen die Arbeiten derzeit an. Foto: Ulrike Müller
    Peter Karl vom städtischen Baubüro auf dem Pausenhof: Links ist die generalsanierte Mittelschule gut erkennbar, im rechten Teil des Schulgebäudes laufen die Arbeiten derzeit an. Foto: Ulrike Müller

    Es ist Montagnachmittag in der Mittelschule. Lärm schallt durchs Schulhaus. Hinter dem Gebäude stemmen Arbeiter Material heraus. Drinnen sitzt das Kollegium und lernt. Die neuen digitalen Tafeln werden durch Berührungen bedient. Wie auf einem Computer können die Lehrer unterschiedliche Programme aufrufen oder die Arbeiten der Schüler vor der Klasse auswerten.

    "Es ist wirklich schön geworden", schwärmt Marco Genzler, der seit dem Weggang von Schulleiterin Birgit Herré ans Schulamt Bad Kissingen die Mittelschule übergangsweise leitet. Die Arbeiter wurden am letzten Ferientag mit dem ersten Bauabschnitt fertig. "Es war eine Punktlandung", ist Peter Karl vom städtischen Baubüro sehr zufrieden. Auch ihm gefällt das Ergebnis ausgesprochen gut.

    Fassade in hellen Farben

    Schon von außen ist der Unterschied deutlich zu erkennen: eine helle, strukturierte Fassade auf der einen Seite, Baugerüst auf der anderen. Auch innen überzeugt die generalsanierte Schule. Die Zimmer wirken hell, die Fenster größer und die neuen Decken absorbieren den Schall. "Die gab es vorher ja auch nicht", hebt Genzler hervor, dass es in Zukunft wohl deutlich leiser im Gebäude sein wird. Aktuell aber ist die Baustelle nebenan deutlich zu hören.

    "Die Firmen nehmen Rücksicht auf den Schulbetrieb und arbeiten meistens morgens bis 8 Uhr und dann nach 13 Uhr wieder, wenn es um laute Arbeiten geht", berichtet er. Peter Karl ergänzt, dass teilweise auch samstags gearbeitet werde, um die Schüler so wenig wie möglich zu stören. Die Absprache zwischen Planungsbüro, Stadtverwaltung und Schule muss außergewöhnlich gut funktioniert haben. "Die Zusammenarbeit war hervorragend", lobt Genzler. "Sonst wären einige Sachen nicht so gut gelaufen."

    Für Schüler und Lehrer dauert der Ausnahmezustand noch ein weiteres Schuljahr. Zwei Jahre setzten die Planer für die Generalsanierung an. Das scheint zu klappen. Peter Karl jedenfalls ist zuversichtlich, dass im Juli auch der zweite Bauabschnitt abgeschlossen werden kann. Auch die Kosten blieben bisher im Rahmen. Insgesamt werden die Arbeiten rund 9,4 Millionen Euro kosten, von denen etwa 6,9 Millionen Euro gefördert werden. "Da wird es keine größeren Überraschungen mehr geben", ist Karl überzeugt.

    Unterricht im Container

    Nur noch die Ausstattung des Fachraumes für Physik , Biologie und Chemie sowie des Lehrerzimmers, des Rektorats und des Sekretariats werden noch ausgeschrieben. Karl zufolge profitieren die Arbeiter von den Erfahrungen des ersten Bauabschnitts. So werde der zweite ähnlichen Abläufen folgen.

    Auf der Fläche zwischen Turnhalle und Mittelschule stehen nach wie vor Container, in denen die Schüler unterrichtet werden. Auch wenn das Gymnasium und die Realschule, die beide in unmittelbarer Nachbarschaft liegen, den Mittelschülern Räume zur Verfügung gestellt haben, reicht das nicht aus, um ein halbes Schulgebäude zu ersetzen. Aber auch das ist für die Schüler längst Routine, schließlich sehen die Container von innen aus wie Klassenräume. Es gibt auch Toiletten und natürlich eine Heizung.

    2 Jahre Bauzeit plante das Baubüro für die Generalsanierung der Mittelschule ein. Läuft alles nach Plan, werden die Bauarbeiter im Juli fertig.

    Ulrike Müller

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