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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Was wird aus dem Bahnhof?

    Da rollte die Eisenbahn noch durchs Sinntal: Das Bild entstand im Jahr 1998 und zeigt einen dreiteiligen Schienenbus im Bahnhof Bad Brückenau. Foto: Archiv Jürgen Lieb
    Da rollte die Eisenbahn noch durchs Sinntal: Das Bild entstand im Jahr 1998 und zeigt einen dreiteiligen Schienenbus im Bahnhof Bad Brückenau. Foto: Archiv Jürgen Lieb

    Die Zukunft des ehemaligen Bahnhofsgebäudes war Thema in der Sitzung des Stadtrats am Dienstag. Die Räte sollten den Weg für eine Untersuchung des Tragwerks sowie eine Überprüfung auf Schadstoffe frei machen. Doch Dirk Stumpe (PWG) wandte ein: "Wäre es nicht sinnvoller, zuerst das Gebäude auf Schadstoffe zu untersuchen?" Wenn das Ergebnis gut ausfalle, könne die Stadt immer noch die Statik überprüfen lassen.

    Diese Idee stieß auf allgemeine Zustimmung. "Ich finde den Vorschlag nicht verkehrt", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU). Heribert Jakobsche (PWG) ging sogar noch weiter. Jegliche Untersuchung mache überhaupt erst einen Sinn, wenn die Stadt wisse, was sie mit dem alten Bahnhof vorhabe, sagte er. Bisher ist öffentlich nur bekannt, dass das gesamte Gelände mitsamt Busbahnhof und Wohnmobilstellplatz neu gestaltet werden soll.

    Auch Adelheid Zimmermann (FDP) sprach sich dafür aus, überhaupt nichts untersuchen zu lassen. "Das Gebäude kommt weg", mutmaßte sie. Bevor nicht ein Workshop mit den Bürgern abgehalten werde und auch die Frage nach dem Standort des medizinischen Gesundheitszentrums geklärt sei, solle der Stadtrat kein Geld für den alten Bahnhof aufwenden. Sie beantragte, die entsprechenden Tagesordnungspunkte abzusetzen.

    Nur eine Untersuchung ist nötig

    Dem kam der Rat aber nicht nach. Karlheinz Schmitt (CSU) ging ebenfalls davon aus, dass der Bahnhof "nicht zu retten" sein werde. Er brachte zur Sprache, dass sich der Platz gut für das Gesundheitszentrum eignen würde. Manfred Kaiser (CSU) betonte, das Gelände sei "sehr, sehr wichtig für uns". Das Gesundheitszentrum sehe er eher im Georgi-Kurpark.

    Zusammenfassend machte die Bürgermeisterin den Räten klar, dass die Stadt nicht um eine Schadstoffuntersuchung des Gebäudes herum kommen werde. Kämmerer Leo Romeis erläuterte, dass selbst für den Abriss des Gebäudes nur dann eine Förderung beantragt werden könne, wenn ein solches Gutachten vorliege.

    Schließlich beschloss der Stadtrat einstimmig, dass die Dekra für rund 4800 Euro den alten Bahnhof auf Schadstoffe untersucht. Die Analyse des Tragwerks durch eine Münnerstädter Firma hingegen wurde nicht in Auftrag gegeben.

    Am Ende des öffentlichen Teils der Sitzung gab Jürgen Pfister (PWG) bekannt, dass ab sofort Dirk Stumpe Sprecher der PWG-Fraktion ist. Der 44-Jährige folgt damit auf Birgit Poeck-Kleinhenz, die diese Funktion im Januar abgegeben hatte. Hartmut Bös (CSU) erinnerte daran, die Poller in der Altstadt wieder einzusetzen, da nun der Winter vorüber ist. Karlheinz Schmitt machte darauf aufmerksam, dass der Panoramaweg langsam zuwächst. Die Stadt solle an den Landschaftspflegeverband herantreten, damit die Arbeiten gemacht würden.

    Punkt für Punkt aus dem Stadtrat:

    Mittelschule Eine neue Telefonanlage inklusive der Wartung für vier Jahre vergab der Stadtrat an die Firma "ITK and more" aus Römershag. Telefonanlage und Netzwerktechnik kosten rund 35.700 Euro, die Wartung 2280 Euro. Die Installation der Brandmeldeanlage vergab der Stadtrat an die Firma GSA aus Nüdlingen für rund 38.500 Euro. Die Wartung über einen Zeitraum von zehn Jahren kostet rund 67.600 Euro. Die Wartung ist so teuer, weil nach acht Jahren Rauchmelder und Sensoren ausgetauscht werden müssen. Das Angebot ist insgesamt rund 26.000 Euro günstiger als angenommen.

    Sportplatz Nach dem Willen des Stadtrats wird die Firma August Fichter aus Raunheim bei Rüsselsheim die Sanierung des Sportplatzes am Schulzentrum in Römershag übernehmen. Die Angebotssumme von rund 107.000 Euro fällt gut 26.000 Euro günstiger aus als geplant.

    Wahl Zeitgleich zur Europawahl am 26. Mai wird in der Georgi-Halle der Valentin-Becker-Preis verliehen. Deshalb werden die Stimmen der Briefwähler in der Grundschule ausgezählt. Für die Bürger, die sonst in der Georgi-Halle gewählt haben, wird das Wahllokal dieses Mal in der Musikschule eingerichtet.

    Ulrike Müller

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