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    Bad Brückenau

    Bad Brückenau: Zweiter Warnstreik bei den Stadtwerken

    Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von Verdi, spricht zu den Streikenden auf dem Marktplatz von Bad Brückenau. Foto: Ulrike Müller
    Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von Verdi, spricht zu den Streikenden auf dem Marktplatz von Bad Brückenau. Foto: Ulrike Müller

    Am Freitag, 2. November, versammelten sich rund 40 Mitarbeiter der Stadtwerke zum Warnstreik. Diesmal war es eine ganztägige Aktion. Stadtwerke und Therme Sinnflut blieben den ganzen Tag geschlossen. Es war bereits der zweite Warnstreik. Schon in der vergangenen Woche hatte es eine Kundgebung gegeben.

    Um 7 Uhr trafen sich die Streikenden an der Therme Sinnflut . Sie zogen gegen 8 Uhr in Richtung Innenstadt. Dort wiederholten Norbert Flach und Sinan Öztürk , beide von der Gewerkschaft Verdi, die Forderungen der Beschäftigten. Aktuell gibt es keine Tarifbindung bei den Stadtwerken. In Zukunft soll sich das ändern. Allerdings möchte der Arbeitgeber die Mitarbeiter nach zwei verschiedenen Tarifverträgen bezahlen. Die Beschäftigten lehnen das ab.

    Verantwortliche von der Stadt sind nicht vor Ort

    Bei der Kundgebung sagte Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von Verdi, diese "Spaltung der Belegschaft" würde nicht akzeptiert werden. Gewerkschaftssekretär Sinan Öztürk ergänzte, dass über längere Streiks nachgedacht werde, sollten sich die Stadtwerke nicht bewegen. Seit März gab es fünf Verhandlungsrunden. Die Gewerkschaft möchte erreichen, dass alle Beschäftigten nach dem höherwertigen Tarifvertrag Versorgung bezahlt werden.

    Die Stadtwerke gehören der Stadt Bad Brückenau . Weder Stadtwerke-Chef Michael Garhamer noch Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks ( CSU ) waren beim Streik zugegen. Einzig Stadtrat Florian Wildenauer ( SPD ) zeigte seine Solidarität. "Der Zusammenhalt der Mitarbeiter von Stadtwerken und Therme ist in letzter Zeit so gewachsen. Das ist unglaublich", freute sich Betriebsratsvorsitzende Sigrid Schnarr.

    Ulrike Müller

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