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    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Auf Silvesterfeuerwerk folgt nasser Müll

    Nach dem Jahreswechsel liegt noch über Tage der Feuerwerksmüll auf den Straßen. Für den Servicebetrieb der Stadt bedeutet das Aufräumen vor allem viel Handarbeit.
    Jeder Verbraucher ist dafür verantwortlich, seinen Feuerwerksmüll zu entsorgen. An neuralgischen Punkten übernimmt das die Stadt. Borst       -  Jeder Verbraucher ist dafür verantwortlich, seinen Feuerwerksmüll zu entsorgen. An neuralgischen Punkten übernimmt das die Stadt. Borst
    Jeder Verbraucher ist dafür verantwortlich, seinen Feuerwerksmüll zu entsorgen. An neuralgischen Punkten übernimmt das die Stadt. Borst

    An den ersten Tagen des neuen Jahres sind die Reste des Silvesterfeuerwerks noch überall zu sehen: Fetzen explodierter Böller, die Holzstöcke der Raketen und die leeren Verpackungen der Feuerwerksbatterien liegen regennass auf der Straße oder lugen aus vollen Mülltonnen hervor, in die sie trotzdem noch hineingestopft wurden.

    Wie viel Müll in der Großen Kreisstadt durch die Böllerei anfällt, lässt sich allerdings schwer sagen. Das wird nicht extra erfasst, sagt Jürgen Kober, Leiter des städtischen Servicebetriebs. Jedenfalls bedeutet das Aufräumen nach Silvester für seine Mitarbeiter vor allem eines: viel Handarbeit. "Die Stöcke von den Raketen und die Batterien müssen per Hand zusammengelesen werden", sagt Kober. Großteilige Raketenreste können von der Kehrmaschine nicht aufgenommen werden.

    Es gilt grundsätzlich das Verursacherprinzip, sprich eigentlich ist jeder verpflichtet, seinen Müll zu entsorgen. Dennoch war ein Reinigungstrupp der Stadt mit zwei Mann bereits an Neujahr unterwegs, um den Müll an neuralgischen Punkten zu beseitigen. Das sind öffentliche Plätze, an denen sich zwar viele Leute zum Feiern treffen - das Aufräumen hinterher aber vernachlässigen. Die Fußgängerzone gehört zum Beispiel dazu, die Ludwigsbrücke, der Berliner Platz und der Geschwister-Scholl-Platz. Einen halben Tag war der Trupp laut Kober im Einsatz, mehrere Kubikmeter Müll wurden beseitigt.

    Kein Vandalismus

    Für die anderen Straßen, Plätze und Gehwege ist ab dem zweiten Januar die reguläre Straßenreinigung zuständig. Das heißt in weiten Teilen der Innenstadt und auf verkehrsreichen Straßen reinigt der Servicebetrieb die Fahrbahnen. Die Anlieger müssen in diesen Bereichen den Müll auf den Gehsteigen beseitigen. Im restlichen Stadtgebiet haben sie sich um den Müll auf den Fußwegen sowie auf Teilen der Straßen zu kümmern.

    Insgesamt lief der Jahreswechsel aus der Sicht Kobers friedlich ab. Vandalismusschäden wurden bislang keine bekannt. Und auch das Müllaufkommen bewege sich ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Die politischen Diskussionen rund um den Klimaschutz und die Böllerverbote haben nicht dazu geführt, dass in Bad Kissingen weniger geböllert wurde.

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    Benedikt Borst

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