• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Ein bescheidener Tabellenerster

    Haßfurts Daniel Hora (rechts, im Zweikampf mit Kissingens Johan Larsson) schaltete sich immer wieder ins Haßfurter Angri...

    ESC Haßfurt - EC Bad Kissinger Wölfe 3:9 (1:3, 2:2, 0:4).
    Schon in den ersten fünf Minuten schien die Revanche für die zwei Niederlagen in der Vorrunde perfekt: Zu diesem Zeitpunkt führte Bad Kissingen nach Treffern von Niko Samuel Grönstrand und zweimal Christian Masel bereits mit 3:0."Wir haben stark angefangen und mit Volldruck gespielt, aber nach der Führung haben wir es wieder schleifen lassen", sagte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Deshalb kam Haßfurt besser ins Spiel und erzielte auch den Anschlusstreffer durch Michal Babkovic. "Haßfurt hat Torwartprobleme, ihre Nummer Eins ist weggefallen. Aber keiner ist an den Gegentoren schuld, denn so schön, wie wir die Tore herausgespielt haben, hätte das kein Torwart gehalten", sagte Rosin.


    Keine Zeit für Wehwehchen

    Das zweite Drittel fand auf Augenhöhe statt. "Es war wie eine Welle: Hoch, runter, hoch, runter. Aber: Wenn wir aufdrehen mussten, haben wir es getan", so Rosin. Anton Seewald (23.) und Alexei Zaitsev (31.) trafen zwar zum 1:4 und 1:5, aber die vielen Chancen, die die Wölfe liegen gelassen hatten, nagten an den Verantwortlichen. "Nach dem zweiten Drittel hat es in der Kabine auch gescheppert", sagte Michael Rosin. Denn Jakub Sramek (33.) und Philipp Bates (35.) stellten auf ein 2:2-Unentschieden im zweiten Abschnitt. Vielleicht lag die zwischenzeitliche Verunsicherung auch daran, dass Verteidiger Domantas Cypas im zweiten Drittel nicht mitwirken konnte. Er musste mit einem Schnitt in der Lippe erstmal geklammert werden. "Er ist hart im Nehmen", im dritten Drittel war er wieder auf dem Eis und schoss sogar das Abschluss-Tor der Kissinger.


    Spieler halten zusammen

    "Marc Hemmerich war aufgrund seiner Sperre nicht dabei, Lukas Zänglein ist an der Schulter verletzt und Charles Müller steht gerade aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Die anderen Spieler müssen das dementsprechend auffangen", zählte Rosin die personelle Situation auf. Deswegen war er stolz auf seine Wölfe: "Sie haben sehr clever gespielt, im letzten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag." Zweimal Nikolai Kiselev, Christian Masel und genannter Domantas Cypas vollendeten zum 9:3-Auswärtssieg.


    Haßfurts Trainer fassungslos

    "Im letzten Drittel hat bei Bad Kissingen wieder alles geklappt und wir, ich weiß nicht. Bei uns so gut wie nichts. Es war heute einfach schrecklich", nahm Haßfurts Trainer Martin Reichert kein Blatt vor den Mund und fasste das Derby aus Haßfurter Sicht mit einem Wort zusammen: "Grottenschlecht."

    Die 120 mitgereisten Kissinger Fans machten gute Stimmung und wurden mit dem zweiten Derby-Sieg belohnt. Doch die Kissinger werden sich auf ihrem momentanen Erfolg nicht einfach ausruhen. "Jetzt fahren wir am Freitag erstmal nach Moosburg, dann kommen die Derbys in umgekehrter Reihenfolge, Haßfurt zu Hause und in Schweinfurt", sagte Michael Rosin. Zeit zum Genießen bleibt da nicht: "Feiern können wir auch hinterher." Pia Schmitt

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.