• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Nach Bombendrohung - Wohnhaus geräumt, Verdächtiger festgenommen

    Eine telefonische Bombendrohung hat am Ostersonntag zu einem größeren Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Unterfranken gesorgt.
    Er verließ das Wohnheim am Mittwochmorgen. Dann fehlte lange Zeit jede Spur des Mannes. Mit einem Polizeisuchhund wurde nach ihm gefahndet. Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberfranken / Alexander G. Walther       -  Ein Mehrfamilienhaus in Bad Kissingen ist am Ostersonntag nach einer telefonischen Bombendrohung mithilfe eines Sprengstoffsuchhunds durchsucht worden.  Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberfranken / Alexander G. Walther
    Ein Mehrfamilienhaus in Bad Kissingen ist am Ostersonntag nach einer telefonischen Bombendrohung mithilfe eines Sprengstoffsuchhunds durchsucht worden. Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberfranken / Alexander G. Walther

    Telefonische Bombendrohung in Bad Kissingen : Dringend Tatverdächtiger festgenommen. Wie die Polizei Unterfranken am Ostermontag (13.04.2020) mitteilte, mussten zwölf Bewohner am Ostersonntag infolge einer telefonischen Bombendrohung ihr Haus vorübergehend verlassen. Nach einer Durchsuchung konnte Entwarnung gegeben werden. Bei den folgenden Ermittlungen kristallisierte sich ein ehemaliger Bewohner als dringend Tatverdächtiger heraus. Weitere Nachrichten aus Bad Kissingen und Umgebung finden Sie hier.

    Kurz nach 9.30 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Schweinfurt einen Anruf von einem zunächst Unbekannten erhalten. Der Anrufer hatte dabei gedroht, dass in drei Stunden in einem Mehrfamilienhaus in der Schönbornstraße eine Bombe „hochgehen“ würde. Nach Eingang der Mitteilung bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken wurden durch die Bad Kissinger Polizei unverzüglich gefahrenabwehrende Maßnahmen getroffen.

    Bombendrohung in Bad Kissingen: Suchhund im Einsatz

    Das Umfeld um das Wohnanwesen wurde abgesperrt. Auch die Schönbornstraße war von der Sperrung betroffen. Die zwölf Bewohner mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen. Sie wurden auf der Medienwiese unterhalb der Ludwigsbrücke von Einsatzkräften der Feuerwehr betreut. Zeitgleich durchsuchte die Polizei das gesamte Mehrfamilienhaus unter Zuhilfenahme eines Sprengstoffsuchhundes. Nachdem die Durchsuchung abgeschlossen war, konnte Entwarnung gegeben werden. Gegen 13.40 Uhr konnten alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

    Fortan rückten die Ermittlungen hinsichtlich des zunächst unbekannten Anrufers in den Vordergrund. Nach und nach kristallisierte sich dabei ein ehemaliger Bewohner des Mehrfamilienhauses als dringend Tatverdächtiger heraus. Der Mann, der offenbar unter einer psychischen Erkrankung leidet, wurde noch am selben Tag an seiner Wohnadresse vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er aufgrund seines Gesundheitszustands in einem Bezirkskrankenhaus amtlich untergebracht.

    Die noch andauernden Ermittlungen in dem Fall führt die Polizeiinspektion Bad Kissingen . Nach den vorliegenden Erkenntnissen gehen die Beamten davon aus, dass der Drohanruf von einem öffentlichen Telefon erfolgt ist, das an der Außenwand des Alten Rathauses angebracht ist. Wer dort kurz nach 09.30 Uhr auf einen Mann aufmerksam geworden ist, wird daher gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise werden unter Tel. 0971 71490 entgegengenommen. 

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Bad Kissingen-Newsletter!

    Redaktion

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!