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    Bad Kissingen

    Bad Kissingen: Reparaturen in schwindelnder Höhe

    Für den Turm der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche steht wieder einmal eine Sicherheitsprüfung an. Für die Finanzierung des spektakulären Akts hofft die Kirchengemeinde auf Unterstützung.
    Der Turm der Herz-Jesu-Kirche muss wieder einmal darauf überprüft werden, ob an der Fassade auch wirklich alles fest und sicher sitzt. Erledigt wird das durch Fachleute, die mit Seilen gesichert an der Fassade arbeiten. Kirchenpfleger Peter Kaidel (links) und Pfarrer Gerd Greier hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Finanzierung des Aufwands.
    Der Turm der Herz-Jesu-Kirche muss wieder einmal darauf überprüft werden, ob an der Fassade auch wirklich alles fest und sicher sitzt. Erledigt wird das durch Fachleute, die mit Seilen gesichert an der Fassade arbeiten. Kirchenpfleger Peter Kaidel (links) und Pfarrer Gerd Greier hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Finanzierung des Aufwands. Foto: Siegfried Farkas

    Knapp 140 Jahre hat Bad Kissingens Katholische Stadtpfarrkirche Herz Jesu bis jetzt auf der Uhr ihres Lebens stehen. Für ein Gotteshaus ist das eigentlich kein Alter. Was aber nicht verhindert, dass mit den Jahren das Risiko steigt, mal einen Zacken aus der Krone zu verlieren. Vor rund zwei Jahrzehnten, das heißt 1996, war das beim in dieser Hinsicht besonders gefährdeten Turm der Herz-Jesu-Kirche schon der Fall. Seither hat sich die Kirchengemeinde regelmäßige Überprüfungen vorgenommen. Demnächst steht wieder eine an.

    Etwa alle zehn Jahre lässt die Kirchengemeinde nach den Worten von Pfarrer Gerd Greier und Kirchenpfleger Peter Kaidel feststellen, ob am Turm mit seiner Fassade aus weichem Sandstein noch alles fest und sicher sitzt. Erledigt wird das nicht mit aufwendigen Gerüstbauten oder technischen Hilfsmitteln, wie etwa einem Hubsteiger. Nein, das geht spektakulärer. Mit einem Unternehmen, das auf seilgestützte Sicherungs- und Steinrestaurierungsarbeiten spezialisiert ist, der Bamberger Monolith GmbH.

    2009 war bisher letzte Überprüfung

    Regelmäßige Überprüfungen seien unabdingbar, erklärt Kaidel. Die Katholische Kirchengemeinde trage schließlich Verantwortung für die Menschen, die unten am Gotteshaus vorbeigehen. Und natürlich sei die Überprüfung auch versicherungstechnisch wichtig. Das bisher letzte Mal war das Bamberger Unternehmen 2009 vor Ort tätig. Die damalige Aktion war sogar ein Stück umfangreicher als diesmal.

    Die besondere Herangehensweise mit Fachleuten, die mit Seilen gesichert an der Fassade arbeiten, klingt zwar aufwendig. Doch genau genommen spart die Kirchengemeinde damit Geld. Denn ein Gerüst zu stellen, käme bei so einem besonderen Bau viel teurer. Die Mitarbeiter des Bamberger Unternehmens untersuchen das Äußere des Turms und reparieren, was sie mit den gegebenen Möglichkeiten an Reparaturen erledigen können.

    14 000 Euro Kosten

    Die Kosten der bevorstehenden Überprüfung setzt Kirchenpfleger Peter Kaidel mit 14 000 Euro an. Und weil das auch für eine Kirchenstiftung viel Geld ist, zumal in Zeiten von Corona, wenden Pfarrer Greier und Kirchenpfleger Kaidel sich mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die geneigte Öffentlichkeit. Von der Diözese bekommen die Kissinger nach eigenen Angaben auch 3700 Euro für das Projekt. Und das trotz der dort geltenden Haushaltssperre, sagt Kaidel, denn hier gehe es schließlich "um Leib und Leben".

    Die Arbeit geht einer Kirchengemeinde mit drei Kirchen (Herz Jesu, Jakobus und Marienkapelle), einem Pfarrheim und einem Pfarrbüro ohnehin nicht aus. Erst im Mai, erinnern Pfarrer und Kirchenpfleger, trat ein vergleichbares Problem bei der Jakobuskirche auf. Dort sei der jetzige Zustand erst einmal gesichert. Aber irgendwann stehe an dieser ehemaligen Stadtpfarrkirche eine entscheidende Renovierung an.

    Hoffnung auf Spenden

    Wer spenden will, kann seine Unterstützung unter dem Stichwort "Kirchturm" bei Verwendungszweck auf das Konto mit der IBAN DE14 7935 1010 0000 0072 03  bei der Sparkasse Bad Kissingen einzahlen.

    Beginnen sollen die Arbeiten nach Angaben von Greier und Kaidel am 3. August, also übernächste Woche. Etwa eine Woche sei dafür angesetzt. 

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