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    Bad Kissingen

    Bad Kissinger Kreisräte sammeln viele Eindrücke vom Harz

    Kreisräte und Bürgermeister informierten sich drei Tage lang über Weltkulturerbe, Nationalpark und touristische Konzepte.
    Eindrücke von der Kreistagsfahrt 2019. Fotos: Ralf Ruppert       -  Eindrücke von der Kreistagsfahrt 2019. Fotos: Ralf Ruppert
    Eindrücke von der Kreistagsfahrt 2019. Fotos: Ralf Ruppert

    Voller Eindrücke aus zwei Weltkulturerbe-Städten, einem Nationalpark und touristischen Sehenswürdigkeiten im Harz sind die Teilnehmer der diesjährigen Kreistagsfahrt am Samstagabend zurück gekehrt. Die Delegation aus der Rhön stieß auf viele Gemeinsamkeiten: Wie die Rhön setzt sich auch der Harz aus fünf Landkreisen in drei Bundesländern zusammen. Allerdings arbeitet der Harzer Tourismus-Verband (HTV) bereits seit der Wende 1990 länderübergreifend zusammen, während in der Rhön das Destinationsmanagement erst 2017 in der Rhön GmbH zusammengefasst wurde. "Die Fahrt hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", fasste Landrat Thomas Bold ( CSU ) die Gespräche im Harz zusammen.

    28 Millionen Tages-Touristen

    Carola Schmidt vom HTV stellte den Verband bei der ersten Station in der Weltkulturerbe-Stadt Goslar vor: 700 000 Menschen leben im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands. In Umfragen zur Bekanntheit der Mittelgebirge liegt der Harz aktuell auf Platz 2 - hinter dem Schwarzwald und vor der Rhön. Bold bezeichnete den Harz in seiner Bilanz auch als "Mitbewerber" auf dem Tourismus-Markt. Laut Schmidt verzeichnete der Harz im vergangenen Jahr 6,4 Millionen Übernachtungen in größeren Betrieben und 28 Millionen Tages-Touristen. Zum Vergleich: In der Rhön sind es gut fünf Millionen Übernachtungen und 22 Millionen Tagesgäste.

    Ein großes Plus des Harzes ist laut Carola Schmidt neben der zentralen Lange in Deutschland die vielen "Schlecht-Wetter-Angebote": "Wir können nichts fürs Wetter, aber wir können Alternativen schaffen", sagte sie und verwies auf Schau-Bergwerke, Museen oder Schlösser. Das größte Problem auch für den HTV sei aktuell das Waldsterben (siehe ). Auf Nachfrage berichtete Schmidt, dass die drei Weltkulturerbe-Städte Goslar, Quedlinburg und Eisleben bei deutschen Touristen keine große Rolle spielen: "Das spielt eher auf dem internationalen Markt eine Rolle, vor allem bei Asiaten."

    Erfolgsgeschichte Wernigerode

    Dass Städte auch ohne Weltkulturerbe-Status erfolgreich sein können, erfuhren die Teilnehmer in Wernigerode : "Wir haben in den vergangenen Jahren weit über hundert Millionen Euro in die Innenstadt-Entwicklung gesteckt", berichtete der parteilose Oberbürgermeister Peter Gaffert. Mit Erfolg: Die Stadt verzeichnete 2018 rund 1,4 Millionen Übernachtungen und 2,5 Millionen Tagesgäste. Wie gut besucht Wernigerode ist, erfuhren die Rhöner auch am eigenen Leib: Zum einen war dort kein Hotel mehr für die 70-köpfige Reisegruppe mehr zu bekommen, die Teilnehmer mussten mit einer mittelklassigen Herberge weit außerhalb Vorlieb nehmen. Zum anderen waren die Teilnehmer überrascht, wie voll die Innenstadt am Abend war: Tausende Besucher bevölkerten die Straßen und die zahlreichen Gaststätten waren gut gefüllt.

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    Ralf Ruppert

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