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    Bad Brückenau

    Barocke Sinnesfreuden im Staatsbad

    "colori del barocco" gastiert als Quartett am Freitag zum Zwischen-Spiel im Lola Montez-Saal. Foto: Franz Kimmel
    "colori del barocco" gastiert als Quartett am Freitag zum Zwischen-Spiel im Lola Montez-Saal. Foto: Franz Kimmel

    Im Rahmen der Kammermusikreihe Zwischen-Spiel gastiert am Freitag, 9. August, das Quartett "colori del baocco" mit Tatiana Flickinger (Blockflöte), Claire Sirjacobs (Barockoboe), Leonhard Hauske (Barockfagott) und Margit Kovács ( Cembalo ) mit ihrem Programm "Barocke Sinnesfreuden" im Lola Montez-Saal des Staatsbades.

    Das Ensemble "colori del barocco" gründete sich 2014 im Umfeld der Abteilung für historische Aufführungspraxis der Hochschule für Musik und Theater München. Barockmusik in ihrer mitreißenden Lebendigkeit zu zelebrieren war von Anfang an das Markenzeichen des Ensembles.

    Der Name "colori del barocco" dient dabei als Wegweiser und Programm. Historische Instrumente führen das buntschillernde Spektrum barocker Klangfarben-Pracht zu Ohren. Hier öffnet sich die Welt barocker Sinnesfreude von bitterem Weltschmerz und Todessehnsucht bis hin zu himmlisch-heiterer Ausgelassenheit, von derb-bäuerlicher Lebenslust bis hin zu überspitzt adlig-eleganter Noblesse.

    Für die MusikerInnen aus Deutschland, Frankreich und Ungarn ist das Projekt längst zu einer Herzensangelegenheit geworden, erweist sich die Musik hier doch einmal mehr als eine universelle Sprache, die Menschen jenseits nationaler Begrenzungen miteinander in Harmonie und Begeisterung vereint.

    Gespielt werden Werke von Georg Philipp Telemann (Triosonate e-Moll TWV 42:e6 für Blockflöte, Oboe und Basso continuo; Affettuoso - Allegro - Grave - Allegro), Joseph Bodin de Boismortier (Sonate e-Moll op. 37 Nr. 2 für Oboe, Fagott und Basso continuo; Allegro - Adagio - Allegro), Johann Joachim Quantz (Triosonate c-Moll für Blockflöte, Oboe und Basso continuo; Andante moderato - Allegro - Larghetto - Vivace), Antonio Vivaldi (Sonate a-Moll RV 86 für Blockflöte, Fagott und Basso continuo; Largo - Allegro - Largo cantabile - Allegro molto), Louis Antoine Dornel (Triosonate Nr. 3 h-Moll für Blockflöte, Oboe und Basso continuo; Prelude - Fugue - Lentement - Chaconne gracieuse) und als Abschluss Georg Philipp Telemanns "Trio c-Moll TWV 42:c2 für Blockflöte, Oboe und Basso continuo" (Largo - Vivace - Andante - Allegro).

    Claire Sirjacobs

    Claire Sirjacobs erhielt 2003/2004 ihr Oboendiplom und Kammermusikdiplom am

    Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. 2003-2005 war

    sieAkademistin des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Ihr

    Interesse für Alte Musik und historische Aufführungspraxis führte sie zur

    Münchner Musikhochschule, wo sie 2010-2012Barockoboe bei Saskia Fikentscher

    studierte. Sie ist Mitglied des Bläserquintett Aquilon (u.a. 1.Preis ARD

    Wettbewerb, Echo Klassik), des Ensemble Zeitsprung (Ensemble für

    Zeitgenössische Musik) und des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau .

    Außerdem tritt sie regelmäßig mit Orchestern wie die Münchner Hofkapelle,

    Musica Assoluta, Les Musiciens du Louvre und Stiftsbarock Stuttgart auf.

    Margit Kovacs

    Margit Kovács wurde 1982 in Ungarn geboren, studierte an der Hochschule für

    Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Christine Schornsheim und

    schloss ihre Studien sowohl im Fach Cembalo /Historische Aufführungspraxis als

    auch im Fach Hammerklavier mit der Meisterklasseprüfung ab. Sie nahm an

    zahlreichen Meisterkursenteil. 2006 war sie Finalistin des Internationalen Johann-

    Sebastian-Bach-Wettbewerbes in Leipzig und 2009 ebenfalls Finalistin des

    Deutschen Musikwettbewerbes in Berlin. Seit 2009ist sie als freischaffende

    Cembalistin in verschiedenen Kammermusikformationen und auch solistisch

    tätig. Sie spielte Opernprojekte und Konzerte mit dem Ensemble für Alte & Neue

    Musik cosìfacciamo (u.a. L'Orfeo, Ariodante, L'Incoronazione di Poppea, CD

    Produktion Abbandonata) und raccanto (Idomeneo, Il marito indolente). Im

    Frühjahr 2012 war sie angestellte Cembalistin der Wermland Opera in Karlstad,

    Schweden. Als Solistin wurde sie von der Berliner Tanzgruppe Flying Steps für

    deren Weltournee mit dem Crossover Projekt Flying Bach engagiert. Seit

    Dezember 2012 ist sie Lehrbeauftragte der Musikhochschule München als

    Korrepetitorin am Cembalo .

    Tatiana Flickinger

    Tatiana Flickinger studierte in München an der Hochschule für Musik und

    Theater "Historische Aufführungspraxis" bei Herrn Prof. Markus Zahnhausen und

    schloss dies im Hauptfach Blockflöte mit dem Fortbildungsklassen Diplom ab.

    2013 beendete sie mit dem Prädikat "sehr gut" den Studiengang Master of

    Performance bei Prof. Matthias Weilenmann an der Züricher Hochschule der

    Künste. Zusätzlich erweiterte sie ihr Repertoire auf der Blockflöte durch den

    Masterstudiengang "Neue Musik" ebenfalls an der Musikhochschule München.

    Weitere Impulse und Anregungen sammelte sie in zahlreichen Meisterkursen bei

    Dan Laurin, Conrad Steinmann, Dorothee Oberlinger, Gerd Lünenbürger und Han

    Tol. Immer auf der Suche nach Neuem und Spannendem arbeitet sie mit

    zahlreichen namhaften Künstlern zusammen und entwirft mit viel Kreativität und

    Elan Programme von Renaissance bis Moderne in den verschiedensten

    kammermusikalischen Besetzungen. Ihre treuen Begleiter sind immer mit dabei:

    fast 40 Blockflöten in allen Größen und unterschiedlicher Ausprägung, speziell für

    jede Epoche, wollen gespielt und herausgefordert werden.

    Leonhard Hauske

    Leonhard Hauske studierte modernes Fagott bei Prof. Karsten Nagel und Prof.

    Eberhard Marschall an den Musikhochschulen Nürnberg-Augsburg und München.

    Zudem spezialisierte er sich auf historisch informierte Aufführungspraxis im Fach

    Barockfagott bei Lyndon Watts an der Musikhochschule München. Er war

    Stipendiat der Yehudi-Menuhin-Stiftung "Live Music Now" und sammelte erste

    Orchestererfahrung im Bayerischen Landesjugendorchester. Vielseitige

    Engagements führten ihn u. a. 2006 zum Schleswig-Holstein-Festival-Orchester

    und von 2007-2010 als Orchester-Mitglied an das Theater Augsburg ; zahlreiche

    weitere Projekte u. a. beim Orchester der KlangVerwaltung München (Dir. Enoch

    zu Guttenberg), beim Münchener Kammerorchester und dem Münchner

    Rundfunkorchester. Zudem folgten regelmäßige Engagements bei diversen

    Barock-Orchestern, u. a. Concerto München, La Banda, Hofkapelle München und

    Ensemble Nymphenburg. Orchester- und Kammermusik-Auftritte führten ihn u.

    a. auf das Schleswig-Holstein-Festival, das Rheingau Musik Festival , die

    Herrenchiemsee-Festspiele und zum Fränkischen Sommer. Dem inneren Ruf

    folgend, Menschen bei der Verwirklichung ihres Potenzials zu unterstützen,

    absolviert er derzeit zudem eine Ausbildung zum Lehrer der Alexander-Technik

    bei Alexander Hermann und Mary Holland in München.

    Einlass in den Lola Montez-Saal ist am Freitag ab 19:00 Uhr, die Veranstaltung ist

    bewirtet.

    Redaktion

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