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    Sulzthal

    Bauplätze sind gefragt

    Die Arbeiten im Neubaugebiet "Haiger" gehen planmäßig voran. Foto: Sigismund von Dobschütz/Archiv

    Einstimmig genehmigte der Sulzthaler Marktgemeinderat am Montag der Verwaltung die jetzt fällige Kreditaufnahme von 330 000 Euro zur notwendigen Erschließung des Neubaugebiets Haiger mit neun weiteren Grundstücken. Diese Maßnahme war bereits im laufenden Haushalt berücksichtigt worden.

    Insgesamt 28 Bauplätze

    Schon im Frühjahr hatte es ausreichend Bauanfragen für die nur 19 zunächst geplanten Bauplätze gegeben. Deshalb war der dritte Bauabschnitt mit neun weiteren Bauplätzen nachträglich in die bereits im Februar begonnene Erschließungsmaßnahme eingebunden worden. Auch für diese zusätzlichen Grundstücke gibt es inzwischen erste Anfragen. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit Erschließungskosten von 1,5 Millionen Euro für 28 Grundstücke , worin die jetzige Kreditaufnahme bereits eingerechnet ist.

    Der Kredit, so informierte Bürgermeister August Weingart (CSU/WG) den Gemeinderat, soll mit der Landesförderbank Bayern auf zehn Jahre abgeschlossen werden, wobei die ersten zwei Anlaufjahre tilgungsfrei sind. Momentan laufen im bisherigen Neubaugebiet Haiger II die Asphaltierungsarbeiten. In drei Wochen sollen dort fristgemäß alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

    Zuvor hatte Gemeinderat Michael Hümpfner (CSU/WG) als Ausschussvorsitzender seinen Bericht über die Rechnungsprüfung des Haushalts 2017 vorgetragen, der mit einer Bilanzsumme von knapp über drei Millionen Euro abgeschlossen hatte. Da es bei der Prüfung keine Beanstandungen gegeben hatte, wurde Bürgermeister Weingart erwartungsgemäß entlastet. "Was der Haushalt 2017 uns gebracht hat, damit können wir zufrieden sein", meinte dieser im Rückblick.

    Lobend hob Rechnungsprüfer Hümpfner hervor, dass die Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von 14 000 Euro auch tatsächlich zweckgebunden in die Sanierung von Ortsstraßen und Wirtschaftswegen investiert worden seien. Hatte der Ausschuss in seiner fast zweitägigen Prüfung alle Positionen ohne Einwände abhaken können, gab der Vorsitzende dem Bürgermeister nur eine dringende Empfehlung: Die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen Urlaubstage und Überstunden der Gemeindemitarbeiter sollten bis 2020 oder spätestens 2021 abgebaut sein.

    Abschließend berichtete der Bürgermeister aus der Arbeit der kommunalen Allianz Fränkisches Saaletal, der Sulzthal mit acht Nachbargemeinden angehört. Die Mitglieder hätten beschlossen, das Förderprogramm zur Revitalisierung der Ortskerne um zwei Jahre zu verlängern. "Innen vor Außen" soll in der Allianz gelten. Doch Bauwilligen mögliche Bauplätze am Ortsrand zu verweigern, um nur innerörtliche Brachen wiederzubeleben, erscheint in der gedachten Ausschließlichkeit für Bürgermeister Weingart nicht der richtige Weg. "So weit bin ich noch nicht", meinte er mit Blick auf das aktuelle Neubaugebiet Haiger. Dennoch sieht auch er die Notwendigkeit einer Ortskernrevitalisierung, wobei jede Allianz-Gemeinde ihren Förderrahmen selbst bestimmen kann, wie es der jeweilige Haushalt zulässt. Seit Bestehen der Bauförderung gab es nach Auskunft des Bürgermeisters in Sulzthal nur drei Anfragen, wovon eine bisher bewilligt wurde. Bislang gilt in der Allianz für Bau- und Sanierungsmaßnahmen an leerstehende Anwesen in den Ortskernen je nach Investitionssumme die Möglichkeit eines Zuschusses von bis zu 10 000 Euro. Befinden sich Kinder unter 18 Jahren im Haushalt, kann sich der jeweilige Zuschuss noch erhöhen. Zusätzlich wird dem Bauherrn eine kostenlose, jedoch in Arbeitsstunden begrenzte kommunale oder externe Beratung angeboten.

    Sigismund von Dobschütz

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