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    Münnerstadt

    Baustellenverkehr ein Problem

    Wenn an der Mehrzweckhalle demnächst gebaut wird, soll der Baustellenverkehr über Althausen geleitet werden. Eine Umleitung über das Wasserschutzgebiet am Schwimmbadweg lehnt der Bürgermeister ab.
    Die derzeitige Umleitung über den Tal- und Schwimmbadweg ist nur eine Notlösung, solange das Jörgentor gesperrt ist. Wenn die Mehrzweckhalle einmal saniert wird, soll der Baustellenverkehr über Althausen gelenkt werden. Foto: Heike Beudert       -  Die derzeitige Umleitung über den Tal- und Schwimmbadweg ist nur eine Notlösung, solange das Jörgentor gesperrt ist. Wenn die Mehrzweckhalle einmal saniert wird, soll der Baustellenverkehr über Althausen gelenkt werden. Foto: Heike Beudert
    Die derzeitige Umleitung über den Tal- und Schwimmbadweg ist nur eine Notlösung, solange das Jörgentor gesperrt ist. Wenn die Mehrzweckhalle einmal saniert wird, soll der Baustellenverkehr über Althausen gelenkt werden. Foto: Heike Beudert

    In den kommenden eineinhalb bis zwei Jahren oder sogar darüber hinaus wird am Karlsberg rege Bautätigkeit herrschen. Das betrifft die Sanierung des Jörgentores, vor allem aber die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Mehrzweckhalle und auch den geplanten Abriss des Hallenbades. Abzusehen ist zudem dass nach dem Umzug des BBZ das alte Schulgebäude zur Baustelle wird. Die Baustellen werden dem Karlsberg verstärkt Verkehr bringen. Die Baustellenfahrzeuge sollen über Althausen gelenkt werden.Das sorgt bereits jetzt für Bedenken bei den betroffenen Anliegern.

    Bürgermeister Helmut Blank bestätigt, dass geplant ist, den Baustellenverkehr über Althausen zu führen. Denn selbst wenn das Jörgentor offen ist, ist die Tordurchfahrt zu eng, um mit größeren Baufahrzeugen von der Innenstadt auf den Karlsberg zu gelangen. Schulbusse und Lastzüge werden schon jetzt über den Schwimmbadweg gelenkt.

    Den Tal- beziehungsweise Schwimmbadweg aber zusätzlich noch als Ausweichstrecke für den Baustellenverkehr zu nutzen, ist für Bürgermeister Helmut Blank keine Option. Am Schwimmbadweg liegen die städtischen Trinkwasserbrunnen, nicht weit entfernt im Tal zudem die Bad Kissinger Wasser-Erschließung. "Durch das Wasserschutzgebiet geht keine Umleitung", gibt Blank klar zu verstehen.

    Sorgen in Althausen

    Der Althäuser Ortssprecher Christian Beck weiß, dass viele Bürger Althausens die Umleitung mit Sorge sehen. In einer Wahlversammlung sei das Thema bereits kurz angeschnitten worden. Es gebe Befürchtungen vor hoher Belastung durch Schmutz, Staub und Lärm . Beck glaubt zudem, dass nicht alle Fahrzeuge sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern halten würden. So hätten Eltern Sorge um die Sicherheit der Kinder.

    Es sei der Vorschlag gekommen, so Christian Beck, den Baustellenverkehr erst gar nicht ins Dorf zu leiten, sondern Baustellenfahrzeuge über die Autobahn zu lenken, damit sie die Abfahrt bei Poppenlauer nehmen und dann über den Ortsverbindungsweg zum Karlsberg und damit zur Mehrzweckhalle gelangen. Bürgermeister Helmut Blank erklärte auf Anfrage, dass die Stadt solche Alternativvorschläge entgegennehme und prüfen lassen.

    Für Helmut Blank kommt mit der Umleitungsdiskussion ein altes Thema wieder auf die Tagesordnung: Die Karlsberganbindung. Die Sperrung des Jörgentores und die anstehenden Baumaßnahmen am Karlsberg zeigen ihm, wie dringend nötig eine Karlsberganbindung wäre. Denn das große Baugebiet am Karlsberg ist seit Jahrzehnten von der Stadt aus nur über das Nadelöhr am Jörgentor oder den Behelf am Schwimmbadweg zu erreichen.

    Blank weiß aber auch, wie sensibel dieses Thema ist. Das hatte er schon erlebt, als er in den 1980er Jahren noch Beamter in der städtischen Bauverwaltung war. Damals waren mehrere Varianten für eine mögliche Trasse diskutiert worden. Weiter kam man nicht. "Das packt keiner gerne an", weiß er aus langjähriger Erfahrung.

    Machbarkeitsstudie

    Helmut Blank erinnert daran, dass die Stadt aber vor einiger Zeit eine neue, grobe Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte. Finanzierbar wäre eine Entlastungsstraße, glaubt Blank. Als kostengünstigste Lösung sei mit 1,2 Millionen Euro eine Variante entlang des Musikschulweges genannt worden. Dafür müsste zwar die Friedhofsmauer ein Stück versetzt werden, dafür würden die Grundstücke der Trasse alle in städtischer Hand liegen.

    Die im Gutachten ebenfalls untersuchte Variante durch die Kleingartenanlage "Herrengärten" sei dagegen viel teurer, erläutert Helmut Blank .

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    Heike Beudert

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